Wasserschloss 2.0 oder: der König der Engstligen!

Die Gewalt des Wassers hat die Schweiz in den letzten Tagen auf Trab gehalten, und dass die braungefärbte Engstlige sich zum wild tobenden Bergbach entwickelte, liess glatt vergessen, dass deren Ausgangspunkt normalerweise durchaus harmonischer und eindrucksvoller ist, denn…

…von Weitem hört man das Rauschen und Donnern der Wassermassen, tosend sucht er seinen Weg ins Tal. Ein Weg, der durch und über die Felswände hinaus führt und derart markant und exponiert ist, dass man ihn vom ganzen Dorf her sieht.

Die Rede ist von den Engstligfällen, die zusammen mit dem Wildstrubel eine Kulisse bilden, die gerne auch als “der schönste Talabschluss der Welt” betitelt wird. Hoch oben, über dem Engstligenbach thront er, der König. Die Fälle stürzen gut 600 Meter in die Tiefe und sind so die zweithöchsten Wasserfälle der Schweiz. Das Naturschauspiel, welches bereits 1948 unter Naturschutz gestellt wurde, ist ein wahrer Kraftort, der wirklich ein Besuch wert ist (die Aussichten auf die nächsten Tage sind ja durchaus sonnig).

Ach übrigens, ganz in der Nähe der Engstligfälle ist auch der sagenumworbene Chälistii versteckt:

“Wiischt wan dr Chälistii ischt? We mu inhi giiht, rächter Hand vam Stuub (Wassefall). Da liit e hushöija Stii, va z’oberischt bis z’underischt gschpaltna. Inischt ischt er ganza gsi. Da hiigen am helige Sunntig d’Lüt uf mu tanzet u g’horet u g’holejet ol vilichter nuch gschpilt u gfluechet. Du fa’jis a blickene u dundere u sigi uf ds mal ganz stockfiischter worden u due gäbi’s en grüseliga, schützliga Chlapf grad z’mitts i Stii u dä ischt varenandere ghit, u vann den ewägg hiigi er dä Chlack!”

 

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