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Bewegte Zeiten

Zeit ist relativ. Auch wenn es uns nicht einleuchtet: Sie vergeht nicht für alle gleich schnell. Wie schnell sie vergeht, hängt nämlich vom Beobachter ab, der die jeweilige Zeit misst. Ich will jetzt niemanden mit der speziellen Relativitätstheorie langweilen, aber diese Ausgangslage eröffnet in der Freizeitpraxis ungeahnte Möglichkeiten: Da bewegte Uhren tatsächlich langsamer gehen als unbewegte, können Sie Ihr Leben verlängern – indem Sie in Bewegung bleiben.
Für den den Start in die Adelbodner Sommersaison heisst das: Möglichst viel Zeit auf Rädern, auf flinken Beinen, unter Gleitschirmen oder in Bergbahnen verbringen. Auch wenn die Quanten-Effekte der Zeitkrümmung dabei nur minim sind: Am Ende des Tages haben Sie dennoch mehr zu erzählen. Und zwar absolut und nicht relativ. Probieren Sie es aus, die Zeit haben Sie.

3600 Sekunden? Geschenkt

Kaum zu glauben — ist es wirklich schon ein halbes Jahr her, als ich mich über die Zeitverschiebung im Frühling ausgelassen habe? Naja, diesmal werde ich mich nicht beschweren. Schliesslich gewinnen wir ja eine Stunde, weil wir die Zeiger zurückdrehen. Eine Stunde. Was man in dieser Zeit alles anstellen könnte …

Ich könnte vom Sillerenbühl zum Hahnenmoospass schlendern, das käme in etwa so hin. Oder ich könnte auf der Driving Range auf der Engstligenalp um die 300 Bälle abschlagen. Das hingegen wäre ziemlich ambitioniert. Ich könnte auch die Folge von «SRF bi de Lüt» nochmals schauen, die sich ums «Wunderland im Engstligental» dreht. Mit Werbepausen auch etwa 60 Minuten. Oder wie wäre es mit einer Ganzkörpermassage im Wellnessbereich des Parkhotels Bellevue? Oder mit einer Führung durchs Tropenhaus unter dem Motto «Spezifische Energiethemen und Nutzung»? Dauert beides auch zirka 3600 Sekunden.

Hmm … Aber vielleicht drehen Sie sich am 25. Oktober ja lieber noch einmal um in ihrem weichen, warmen Hotelbett. Eine Stunde länger schlafen hat ja auch seinen Reiz. Und seine Zeit.