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Türchen 22: Das Einmaleins mit Nadeln

So, langsam gehts definitiv in den Advents-Endspurt. Wer jetzt noch keinen Christbaum hat, sollte sich sputen. Die grosse Tanne auf dem Adelbodner Dorfplatz leuchtet schliesslich bereits seit dem «Winterylüte», und das ist schon fast zwei Wochen her. Wer dagegen bereits über ein buschiges Exemplar verfügt, sollte gut darauf achtgeben. Hier noch einmal die wichtigsten Tipps für die richtige Pflege eines Weihnachtsbaums:

– Frisch macht Freude: Importierte Gewächse sind oft bereits ausgetrocknet.
– Der Umfang zählt: Baumständer und Stamm sollten gleich dick sein.
– Zuspitzen ist out: Die Rinde brauchts für die Wasserversorgung.
– Das Netz ist in: Ein noch verpackter Baum lässt sich einfacher aufstellen.
– Durst ist doof: Also öfters Wasser im Ständer nachfüllen.
– Hitze macht dürr: Die Heizung in der Stube eher tief einstellen.

Die Liste liesse sich natürlich beliebig erweitern. Ganz schön aufwendig, nicht? Clevere Baumliebhaber schmücken deshalb einen lebendigen Baum im Wald. Der schaut für sich selbst. Und sie schmücken ihn mit Nüssen, Rüebli und Körnern. Dann sind die Waldtiere auch gleich beschenkt.

Türchen 16: Chinesen in himmlischer Ruh

«Stille Nacht, heilige Nacht» – das alte Weihnachtslied hat ja gerade Hochsaison. Dass alles schläft und jemand einsam wacht, weiss auch das Vogellisi längst. Aber mit dem Singen der deutschen Urfassung ist es nicht getan. Adelboden würde seinem Ruf als internationale Feriendestination nicht gerecht, wenn es die anderen Versionen des Lieds nicht ebenfalls berücksichtigen könnte.

Den österreichischen und deutschen Gästen reicht wie gesagt das Original von «Stille Nacht». Aber wie steht es mit den englischsprachigen Besuchern? Die haben den alpinen Tourismus schliesslich angekurbelt und verdienen es, dass man ihr Lied ebenfalls kennt. «Silent night! Holy night! All′s asleep, one sole light, just the faithful and holy pair, lovely boy-child with curly hair, sleep in heavenly peace», lautet die Übersetzung der ersten Strophe. Das ist ja recht einfach und nahezu 1:1 übersetzt.

Und auf Niederländisch? Die Holländer sind ja ebenfalls gut vertreten im Oberland. «Stille nacht , heilige nacht. Davids zoon, lang verwacht, die miljoenen eens zaligen zal, wordt geboren in Bethlehems stal. Hij der schepselen Heer», heisst es da. Anfang ok. Aber dann Davids Sohn? Bethlehems Stall? «Der schepselen Heer» (Herr der Geschöpfe)? Das kommt in der deutschen Fassung zu Beginn aber nicht vor … Wo ist denn der holde Knab’ im lockigen Haar geblieben? Auch in der zweiten Zeile der französischen Variante keine Übereinstimmung: «Dans le ciel l′astre luit». Schön für den Stern, dass er leuchtet, aber in der deutschen Vorlage steht kein Wort davon.

Anscheinend haben sich die Übersetzer von Weihnachtsliedern recht viele Freiheiten genommen. Aber das sollten wir ihnen verzeihen. Schliesslich wird es auch recht holprig und ungewohnt klingen, wenn wir unsere chinesischen Gäste mit «Stille Nacht» auf Mandarin begrüssen. Zum Einstieg: Das Lied heisst in Fernost 平安夜.

Chinesen in himmlischer Ruh

«Stille Nacht, heilige Nacht» – das alte Weihnachtslied hat ja gerade Hochsaison. Dass alles schläft und jemand einsam wacht, weiss auch das Vogellisi längst. Aber mit dem Singen der deutschen Urfassung ist es nicht getan. Adelboden würde seinem Ruf als internationale Feriendestination nicht gerecht, wenn es die anderen Versionen des Lieds nicht ebenfalls berücksichtigen könnte.

Den österreichischen und deutschen Gästen reicht wie gesagt das Original von «Stille Nacht». Aber wie steht es mit den englischsprachigen Besuchern? Die haben den alpinen Tourismus schliesslich angekurbelt und verdienen es, dass man ihr Lied ebenfalls kennt. «Silent night! Holy night! All′s asleep, one sole light, just the faithful and holy pair, lovely boy-child with curly hair, sleep in heavenly peace», lautet die Übersetzung der ersten Strophe. Das ist ja recht einfach und nahezu 1:1 übersetzt.

Und auf Niederländisch? Die Holländer sind ja ebenfalls gut vertreten im Oberland. «Stille nacht , heilige nacht. Davids zoon, lang verwacht, die miljoenen eens zaligen zal, wordt geboren in Bethlehems stal. Hij der schepselen Heer», heisst es da. Anfang ok. Aber dann Davids Sohn? Bethlehems Stall? «Der schepselen Heer» (Herr der Geschöpfe)? Das kommt in der deutschen Fassung zu Beginn aber nicht vor … Wo ist denn der holde Knab’ im lockigen Haar geblieben? Auch in der zweiten Zeile der französischen Variante keine Übereinstimmung: «Dans le ciel l′astre luit». Schön für den Stern, dass er leuchtet, aber in der deutschen Vorlage steht kein Wort davon.

Anscheinend haben sich die Übersetzer von Weihnachtsliedern recht viele Freiheiten genommen. Aber das sollten wir ihnen verzeihen. Schliesslich wird es auch recht holprig und ungewohnt klingen, wenn wir unsere chinesischen Gäste mit «Stille Nacht» auf Mandarin begrüssen. Zum Einstieg: Das Lied heisst in Fernost 平安夜.

Folge dem Licht!

Als ich kürzlich mit zwei Kollegen abends in Frutigen unterwegs war, stellte ich dreierlei fest: Erstens ist es schon so dunkel, dass man sich an den wenigen, hellen Punkten am Horizont orientieren muss. Das kann ein Himmelskörper sein oder auch die hochgelegene Station einer Bergbahn. Zweitens ist es schon so kalt, dass die Kühe und Esel im Stall sind und sich dort um die Futterkrippe drängen. Drittens haben in nächster Zeit einige Kinder in meiner Verwandtschaft Geburtstag, denen sollte ich wohl noch ein Geschenk besorgen.

Hm. Fassen wir noch einmal zusammen: Drei Typen irren nachts umher, lassen sich von Sternen leiten und haben nichts als Geburtstagsgeschenke für Kinder im Kopf? Das erinnert mich irgendwie an eine andere, alte Geschichte, die man sich bald wieder erzählen wird. Ihr wisst schon. Advent. Drei Könige und so. Aber keine Angst, ich reite jetzt nicht darauf herum. Die Frage ist nur, ob ich mir bei denen vielleicht noch was abgucken könnte. Blaublütler werden? Adelstitel kann man mittlerweile ja kaufen, aber das lasse ich doch lieber sein. Meinen kleinen Nichten Myrrhe und Weihrauch schenken? Kommt wohl auch nicht so gut an.

Aber dem Licht in der Dunkelheit folgen, das ist und bleibt ein guter Plan. Da lohnt es sich, die drei Könige zu imitieren. Hinter dem nächsten, hell erleuchteten Fenster wird demnächst wohl eine erste Kerze an der Wärme angezündet, dieses Ziel kann so verkehrt also nicht sein. Und wer das Licht weiter oben am Horizont anpeilt, landet vielleicht auf Silleren oder Elsigen. Auch gut – dieses Wochenende werden dort ja schliesslich die ersten Pisten eröffnet.