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Das Fenster zu fremden Welten

Die Welt des Films hat mich schon immer fasziniert. Eigentlich will ich gar nicht so genau darüber nachdenken wie viel Lebenszeit ich nicht in meiner, sondern in einer anderen, viel spannenderen, lustigeren, dramatischeren Realität verbracht habe. Die Antwort könnte ich wohl nicht guten Gewissens sagen. Und doch bereue ich, von einigen schlechten Filmen mal abgesehen, keine einzige Minute davon. Über die Jahre hat meine Begeisterung für dieses Medium nur noch weiter zugenommen. Doch ihren Ursprung hat diese Faszination zweifellos in Adelboden gefunden – genauer an der Landstrasse 18, wo seit über 50 Jahren das Ciné Rex steht.

Ich verbinde so viele Erinnerungen mit diesem Ort. Wie neidisch ich immer auf meine Freundin war, die während der Schulzeit dort gearbeitet hat und deshalb jeden Film gratis sehen konnte. Ich hingegen hortete unzählige kleine gelbe Kinogutscheine, die ich immer von meinem Grosseltern zum Geburtstag und Weihnachten bekam. Jedesmal musste sorgfältig abgewogen werden für welche Filme ich sie ausgeben wollte. Und wenn eine Investition als gut befunden wurde ging man am nächsten Tag gleich nochmal in den selben Film. Wie verwegen wir uns immer gefühlt haben als wir, statt auf den roten Samtsesseln, ganz hinten auf dem “Bödeli” neben dem Projektorraum Platz genommen haben. Denn eigentlich war es ja nicht erlaubt, das wurde zumindest immer getuschelt. Aber man konnte dort liegen, sich ausbreiten und das ganze Kino überblicken. “The best seat in the house” sozusagen!

Heute bevorzuge ich die weichen Sitze, denn um ehrlich zu sein war der “Bödeli-Boden” doch ganz schön hart. Und auch wenn ich heute Filme lieber in der Originalfassung schaue und deshalb eher selten hier bin, fühlt es sich für mich jedes mal an wie nach Hause kommen. Ich habe bereits viele Kinos gesehen, aber keines gefällt mir so gut wie das gute alte Rex. Vielleicht ist es Nostalgie, vielleicht auch nur die Airbrushabbilder berühmter Schauspieler, die einem jedes mal willkommend zulächeln, aber dieser Ort strahlt Persönlichkeit aus. Wer also dem schlechten Wetter, der Hitze, oder einfach nur für ein paar Stunden der Realität entfliehen möchte sollte sich hier eine Kinokarte kaufen.

Bildcredit: http://cine-rex.ch/

Raclette im Sommer!?

Fast zuhinterst im Tal steht es, das beschauliche Alphüttli. Es duftet nach frischem Gras, warmem Sommerregen, nach Wald. Ruhig, abgeschieden und friedlich erscheint die Kulisse, man hört das Rauschen des Baches und der Bütschifälle. Die letzten Sonnenstrahlen lassen die Felswände glühen. Die perfekte Location also, für einen Sommerabend “am Bärg”. Für einen Freitagabend, der aufs Wochenende einstimmen soll. Für einen Racletteabend.

Nichts könnte besser zu einem solchen Abend passen, als ein Raclette. Dass ich dies jemals selbst behaupten würde, hätte ich wohl vor einer Woche noch nicht unterschrieben, doch ich wurde gänzlich vom Gegenteil überzeugt:

Nach ganz urtümlicher Art wurde das Raclette zubereitet. Der frische Käselaib wurde halbiert und so nahe ans offene Feuer gelegt, dass dieser langsam zu schmelzen begann. Da bei wird er nicht nur geschmolzen, sondern gleichzeitig auch geräuchert und gegrillt.

So entstand der unverwechselbare Geschmack eines “echten” Raclettes, der kaum besser in diese unvergleichbare Kulisse gepasst hätte.

Fazit: So authentisch mir Adelboden an diesem Abend auch vorkam, so sehr stellte ich auch fest, dass das Vogellisi in mir noch nicht ausgelernt hat.

Wenn man beim Joggen kurz zum Gärtner wird…

Eigentlich war ich fest überzeugt, dass ich den Hörndliweg doch nun schon lange genug und eigentlich in- und auswendig kenne, bis ich gestern Abend Folgendes entdeckte: Auf der Holzterrasse eines Stafels (kleine Berghütte) oberhalb des Dorfes stehen rote, grosse Topfpflanzen. Nichts Aussergewöhnliches, oder? Nun, das dachte ich im ersten Moment auch, bis ich zwischen den Blättern und Blüten eine kleine Giesskanne mit folgender Aufschrift entdeckte: „Bitte Blumen giessen“.

Schmunzelnd bin ich diesem Rat gefolgt, habe die Kanne am nebenstehenden Brunnen neu aufgefüllt und gut sichtbar am selben Ort für den nächsten “Gärtner” wieder platziert.

Wer auch immer auf diese erfrischende Idee gekommen ist, die Blumen werden es ihm oder ihr während den andauernden Hitzetage mit Sicherheit danken.

Die Oase von Adelboden

In den letzten Tagen profitierte ganz Adelboden vom heissen Sommerwetter. Auch dem Panorama – Schwimmbad Gruebi spielte das Hoch Annelie in die Hände: das Vollmondschwimmen vom letzten Donnerstag war sehr gut besucht, und die aussergewöhnlich angenehmen Temperaturen erlaubten noch am späten Abend einen Sprung ins erfrischende Nass. Besser hätte der Anlass nicht datiert sein können. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde getanzt, gejasst und natürlich gebadet.

Das traditonsreiche und bekannte „Schwimpi“ wie es die Adelbodner nennen, lädt nicht nur zum Schwimmen und Plantschen ein, sondern soll Begegnungsort sein und hat den ganzen Sommer über ein vielfältiges Programm, und somit für jede und jeden etwas zu bieten: Von Jumping- Fitness Kursen, über Zumbaevents, Weindegustationen, Raclette- und Fondueabenden bis hin zu einer 1. August-Feier.

Neulich entdeckten wir eine aufgehängte Skizzierung im Schwimmbad, die verrät, dass das Gruebi bald renoviert und ausgebaut werden soll. Das Becken soll von 25 Meter wieder auf die ursprünglichen 50 Meter vergrössert werden und Zukunft werden die ganz Mutigen auch wieder vom Sprungturm jumpen können. Die Skizze zeigt auch, dass der altehrwürdige Pavillon, wie wir ihn von Plakaten aus ganz frühen Zeiten kennen, wieder seinen Platz finden wird.

Das Gruebi- die Oase von Adelboden- war einst Strandbad und ist heute Treffpunkt für Jung und Alt, Gäste und Einheimische und wie ich finde, wichtiger Bestandteil unserers Dorfs. Die Investition in unser Schwimmbad ist zugleich eine Standortaufwertung und Investition in die Zukunft. In eine Zukunft als Destination wie auch Zukunft unseres Dorflebens.

 

Hallo, und bitte recht freundlich!

Liebe Vögeli und die, die es noch werden wollen,

Vielleicht hat der ein oder andere in letzter Zeit bereits auf die Blogger-Seite geluschert und dort einen neuen Namen entdeckt. Und jetzt greife ich auch endlich aktiv ins Geschehen mit ein. Doch anders als bei meinen lieben Schreiber-Kollegen wird meine Waffe der Wahl nicht die Feder, sondern die Fotokamera sein. Daher werde ich hier statt Worten lieber Bilder sprechen lassen. An geeigneten Motiven mangelt es unserem schönen Bergdörfchen mit Sicherheit nicht. Zwar bin ich nicht mehr Vollzeit-Adelbodner, doch den Blick für die schönen Dinge hier habe ich nicht verloren. Und ich werde mir Mühe geben sie alle für euch einzufangen und euch Adelboden und seine Menschen etwas näher zu bringen.

Gerade jetzt wo die Sommersaison ansteht und sich die Temperaturen in wuchtige Höhen schrauben, gibt mir diese Aufgabe die Gelegenheit die Hitze der Stadt hinter mir zu lassen und zurück ins Vogellisital zu fliehen. Zwar hat Bern das Marzilibad, doch bis man dort angekommen ist hat einem die Sonne bereits geschmolzen und das Panorama kann auch nicht mit unserem schönen Gruebi-Bad mithalten. Und auch ein kühles Apéro geniesst sich besser mit Aussicht und einer kleinen Bergbrise um die Nase. Wo also lässt sich der Sommer schöner verbringen als in Adelboden?