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Adelboden gehört ins Museum

Das letzte Mal war ich 2013 im Alpinen Museum, als der Schweizer Alpen Club sein 150-Jahr-Jubiläum mit einer Ausstellung feierte. Ich plauderte ein paar Sätze mit dem SAC-Geschäftsführer  und Kandersteger Jerun Vils und bestaunte die Installationen am Berner Helvetiaplatz. Das wars dann aber auch. Funkstille.

Nach zwei Jahren aber läuft mir das Alpine Museum nun gleich zweimal in zwei Tagen über den Weg, und beide Male wieder mit Berner Oberländer Beteiligung: Zum einen hat Daniela Schwegler dort letzte Woche ihr Buch «Bergfieber» vorgestellt. Darin porträtiert die Autorin zwölf Hüttenwartinnen in den Schweizer Alpen, darunter etwa auch die 79-jährige Betreiberin der Mutthornhütte. Zum anderen wird im Alpinen Museum vom 25. Juli bis 4. Oktober 2015 die Ausstellung «Biwak#13: Bikini in den Bergen» gezeigt. Dabei geht es um Bilder der Kunstanstalt Brügger Meiringen, die jahrzehntelang Schweizer Hotelanlagen und deren Pool-Landschaften fotografiert hat. Der Nachlass gehört nun zur Sammlung des Alpinen Museums. Und wird nun teilweise der Öffentlichkeit präsentiert. Und enthält natürlich auch nostalgische Fotos von Adelbodner Hotels und ihren Badelandschaften in den 70er- und 80er-Jahren. Das dürfte doch den einen oder anderen zum Helvetiaplatz locken: Vielleicht entdeckt er sich ja gar beim Fläzen auf einem der Schnappschüsse – in jugendlicher Frische, dafür mit merkwürdiger Badehose…

Die Oase von Adelboden

In den letzten Tagen profitierte ganz Adelboden vom heissen Sommerwetter. Auch dem Panorama – Schwimmbad Gruebi spielte das Hoch Annelie in die Hände: das Vollmondschwimmen vom letzten Donnerstag war sehr gut besucht, und die aussergewöhnlich angenehmen Temperaturen erlaubten noch am späten Abend einen Sprung ins erfrischende Nass. Besser hätte der Anlass nicht datiert sein können. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde getanzt, gejasst und natürlich gebadet.

Das traditonsreiche und bekannte „Schwimpi“ wie es die Adelbodner nennen, lädt nicht nur zum Schwimmen und Plantschen ein, sondern soll Begegnungsort sein und hat den ganzen Sommer über ein vielfältiges Programm, und somit für jede und jeden etwas zu bieten: Von Jumping- Fitness Kursen, über Zumbaevents, Weindegustationen, Raclette- und Fondueabenden bis hin zu einer 1. August-Feier.

Neulich entdeckten wir eine aufgehängte Skizzierung im Schwimmbad, die verrät, dass das Gruebi bald renoviert und ausgebaut werden soll. Das Becken soll von 25 Meter wieder auf die ursprünglichen 50 Meter vergrössert werden und Zukunft werden die ganz Mutigen auch wieder vom Sprungturm jumpen können. Die Skizze zeigt auch, dass der altehrwürdige Pavillon, wie wir ihn von Plakaten aus ganz frühen Zeiten kennen, wieder seinen Platz finden wird.

Das Gruebi- die Oase von Adelboden- war einst Strandbad und ist heute Treffpunkt für Jung und Alt, Gäste und Einheimische und wie ich finde, wichtiger Bestandteil unserers Dorfs. Die Investition in unser Schwimmbad ist zugleich eine Standortaufwertung und Investition in die Zukunft. In eine Zukunft als Destination wie auch Zukunft unseres Dorflebens.