Beiträge

Brunchhotspot: The Cambrian, wo Sinne aufeinander treffen

Was gibt es schöneres, als am Sonntagmorgen aufzuwachen im Wissen, dass man heute noch mächtig frühstücken kann? Nun, meiner Meinung nach hält sich die Vorstellung an etwas Schöneres in Grenzen! Ich bewege mich also mit einer ungewohnten Leichtigkeit, schliesslich ist Sonntag, aus dem Bett und mache mich bereit. In meinen Gedanken kursieren schon die verschiedensten Vorstellungen. Gipfeli, Käse, Saft, Müesli… Die Vorfreude ist gross.

Weiter geht es bei unserer Rubrik „Brunchhotspots“ mit dem Hotel The Cambrian wo man jeweils sonntags von 7 Uhr bis 12 Uhr brunchen kann. Nach kurzem Fussmarsch von zu Hause werden wir in der Eingangshalle freundlich begrüsst und sogleich ins Restaurant geführt. Dort wartet auch schon eine riesige Auswahl an leckeren Esswaren, soweit das Auge reicht! Wir staunen nicht schlecht, als uns mit unserem bestellten Kaffee auch gleich ein hausgemachter Smoothie mitserviert wird.

img_5317

Die Vorfreude steigt stetig, als wir einmal am ganzen Buffet entlang gehen, um zu sehen, was es hier überhaupt alles zum Geniessen gibt. Nicht nur das Essen sieht fantastisch aus, auch die Aussicht von unserem Tisch aus ist alles andere als schlecht. Trotz nicht allzu gutem Wetter sind alle Tische auf der Terrasse verständlicherweise besetzt. Das wunderschöne Bergpanorama trägt sicherlich seinen Teil zum Genuss-Brunch bei. So macht auch der Aussenpool unmittelbar neben der Terrasse einen „glustig“ auf einen schönen Wellness-Nachmittag.
Wir beladen unsere Teller mit allem möglichen… Lachs, Kernenbrötchen, Gipfeli, verschiedene Käsesorten, Speck, Dörrfrüchte und alles weitere, was sich bei der vielfältigen Auswahl auf einen Teller bringen lässt. Auch Süsses gehört dazu, Donuts und Apfeltaschen lassen unsere Schlechermäulchen-Herzen höher schlagen. Auch hier lässt sich alles rund um das Ei bestellen und wir in der Küche frisch zubereitet. Leider finden wir dafür keinen Platz mehr auf unserem Tisch. 😉

img_5319

Unser Fazit: Wer ein sehr vollständiges und äusserst schmackhaftes Frühstück geniessen will und dies absolut ohne Zeitdruck ist im The Cambrian richtig. Wo die Sinne aufeinander treffen: Bergpanorama, Gaumenschmaus und Wellness direkt beieinander! Ein gelungener Start in den Sonntag!


 

 

 

Abenteuer auf der Portaledge Teil 2

„Und jetzt noch einmal da hoch? Mit vollem Bauch? Na ganz toll!“ Das waren meine nicht ausgesprochenen Gedanken, als ich nach dem Nachtessen realisierte, dass die Übernachtung, das stundenlange Sein auf dieser schwindelerregenden Höhe auf einem hauchdünnen Stück Stoff, immer näher rückte, beziehungsweise direkt bevor stand. Während Pete das Nachtessen, oder auf jeden Fall das, was davon übrig geblieben war, sorgfältig zusammenpackte, realisierten wir, dass es langsam ernst galt. Ein letzter „Toilettengang“ in der wunderschönen Natur, Pijama (in diesem Fall wärmere Kleidung) anziehen, „Gstältli“ satteln, weitere Utensilien in die riesen Rucksäcke packen und los konnte es gehen. Um den Sonnenuntergang, der schon in vollem Gange war, auf der Portaledge mitzuerleben, mussten wir uns schon fast ein bisschen sputen. Zu unser alles Überraschung war der zweite Aufstieg schon viel flüssiger als der erste. Ich gebe zu, ganz so elegant wie bei Pete sah es bei uns immer noch nicht aus. Aber immerhin war ein Fortschritt zu sehen. Auch die Höhe und das Herunterschauen war nicht mehr dasselbe. Doch nach dem Aufstieg folgte die Portaledge-Besteigung Nummer 2. Doch auch diese erfolgte absolut cool und ohne zwischenzeitlich weiche Knie. Es fühle sich gut an. All dies war natürlich nur mit den Top-Anweisungen von Pete möglich. Zwei von uns dreien schafften es, schneller als die Sonne zu sein. Einer von uns jedoch, geniesste den Sonnenuntergang in den Seilen. Von beiden Perspektiven war es wohl wunderschön!

Sonnenuntergng
Danach wurden die Materialrucksäcke zur Portaledge gezogen. Ich durfte den Starken beim Aufziehen zuschauen und muss im Nachhinein sagen: Lucky me! Doch die nächste Herausforderung folgte auch für mich sogleich. Es galt sich nun auf dem schmalen Schlafplatz, auf welchem man ohne Unterbruch gesichert ist und nur eine Hälfte für sich hat, einzurichten. Das heisst: Mätteli auspacken, aufblasen, Schlafsack ausrollen, in den Schlafsack hinein gelangen und was sonst alles noch nötig war, um es sich so richtig gemütlich zu machen. Von aussen her betrachtet musste dies sehr amüsant ausgesehen haben. Auch wir hatten sehr viel Spass dabei, uns ständig aufs Neue eine Strategie auszudenken, wie man was am geschicktesten anstellen könnte. Immer wieder mussten wir unterbrechen auf Grund von vermehrten Lachausbrüchen. Zum Glück hat uns nur Pete zuschauen können. Ich denke jedoch, dass sich auch dieser dabei sehr amüsieren konnte. Es ist schwieriger als man denkt, soviel sei gesagt!
Einmal eingerichtet waren wir sehr erleichtert und genossen noch einmal die wahnsinnige Aussicht. Doch nicht lange und uns wurde mit dem Gaskocher, welchen Pete mit zu unserem Schlafplatz genommen hatte, Wasser gekocht und ein paar Minuten später genossen wir einen Kaffee inklusive „Schoggistängeli“. Wir waren immer wieder beeindruckt, wie gut ausgerüstet und organisiert dieser Mann war! Mmmmmmh und als wir dann auch noch leckere Kekse bekamen, fühlten wir uns pudelwohl auf unserer Portaledge.
Es war dunkel geworden. Es wurden noch ein paar Worte gewechselt, doch bald kehrte Stille ein. Jeder genoss für sich diese aussergewöhnlichen Momente. Noch einmal dachte ich über den vergangenen Tag nach, was alles passiert war und wo wir uns jetzt befanden. Mein Blick war zu dem Sternenmeer über uns gewandert, da von der wunderbaren Aussicht, die wir bei Tageslicht genossen, nicht mehr ganz so viel zu sehen war. Die Atmosphäre, die Momente und die Gefühle und Gedanken… All dies ist absolut unbeschreiblich.
Man hörte die Kuhglocken, welche unter uns bimmelten. Langsam aber sicher fielen mir die Augen zu. Ich hoffte, dass ich nicht jedes Mal wenn ich mich bewegte, jemanden störte. Doch sehr bald, schlief ich ein.

Nachtstimmung
Nun normalerweise gehört das Aufwachen nicht zu meinen Lieblingsteilen an einem Tag. Es erinnert mich meist an alles, was zu erledigen wäre, was man alles müsste und sollte und überhaupt! Einschlafen, das ist es, was ich liebe. Alles vergessen. Wissen, dass an diesem Tag keiner mehr etwas von dir will. Entspannen. Augen schliessen und friedlich das Einschlafen geniessen.
Dass mich in der Nacht vom Samstag auf Sonntag das pure Gegenteil erwarten würde, hatte ich nicht erwartet. Auf jeden Fall nicht ganz. Aber ich wäre viel lieber noch viel länger wach geblieben um das Erlebnis zu geniessen und auf mich wirken zu lassen. Ein vergleichbares Aufwachen gibt es jedoch trotzdem wahrscheinlich nicht. Die Sonne kitzelte mein Gesicht und ich öffnete langsam meine Augen. Und da war sie wieder: eine Aussicht wie aus dem Bilderbuch. Und zwei Gesichter, die schon lange wach schienen. Ich wurde begrüsst mit den wunderbaren Worten: „Guten Morgen, das Beste hast du verpasst!“ Na toll, ich hatte so gut genächtigt, dass ich doch gleich den Sonnenaufgang verschlafen hatte.

2016-07-17 06.05.51

Unglaublich! Wie kann man so etwas nur verpassen. Jedoch ärgerte ich mich nicht lange. Auch als ich früh morgens aufwachte, war der Morgen noch sehr jung und wunderschön. Bald wurde uns ein weiteres Kaffee mit „Schoggistängeli“ serviert. Wir setzten uns hin und kamen gleich wieder ins Gespräch. Langsam bemerkte ich jedoch: Meine Blase war halb voll und nicht mehr leer. Also warf ich die Frage in die Runde, wann der Abstieg folgen würde, auch wenn ich in diesem Moment sehr sehr viel für eine leere Blase gegeben hätte. Jedoch liessen wir uns nicht stressen. Noch einmal genossen wir das Sein in der Felswand in vollen Zügen.
Später ging es dann doch langsam um den Abstieg. Das Zusammenräumen erfolgte etwas geschickter als das Einrichten (wir scheinen lernfähig zu sein). Ich war als erstes dran, mich wieder in Richtung festen Boden zu bewegen. Schweren Herzens seilte ich mich also ab, wo ich die beiden Materialrucksäcke entgegennahm. Danach folgten unsere Schlafgelegenheiten und zu guter Letzt gesellte sich auch Pete zu uns. Wieder festen Boden unter den Füssen zu haben war ein spezielles Gefühl. Sich bewegen zu können wie und wohin man wollte und ohne Angst, dass etwas in die Tiefe stürzen konnte, wenn man es nicht gut festhielt. Dies würde jetzt wieder Normalität werden. Leider.
Wir packten unsere Rucksäcke um, legten unsere Portaledge zusammen und schon ging es daran, sich wieder Talwärts zu bewegen. Doch nicht so schnell. Zuerst genossen wir noch ein sehr schmackhaftes „Z’morgä“ mit einem Ausblick auf die andere Seite. Atemberaubend. Den „Z’Morgäplatz“ durften wir selbst wählen. Und wieder wurden wir von Pete verwöhnt: Müesli, Fruchtsaft, „Schoggistängeli“, Kaffee und und und.

IMG_4380

Von diversen Wanderern wurden wir gefragt, ob wir hier Übernachtet hätten. Diese staunten nicht schlecht, als wir ihnen erklärten wo genau wir geschlafen hatten. Mit vollen Bäuchen machten wir uns dann später endgültig auf den Heimweg. Wir trugen unser Material zurück zum Auto. Nachdem wir viel gegessen und getrunken hatten, war das Gewicht etwas weniger. Der Abstieg war dem entsprechend etwas einfacher als der Aufstieg. Beim Auto angelangt luden wir alles ein und dann ging es los in Richtung Frutigen. Pete stellte uns bis zum Märitplatz, wo wir danach gleich in den Bus einsteigen konnten.

Dank Pete durften wir eine ganz neue, aufregende, nicht ganz alltägliche und wunderschöne Erfahrung machen. Dieses Erlebnis ohne doppelten Boden werden wir nie mehr vergessen.
Willst auch Du neue Eindrücke, die Dir für immer in Erinnerung bleiben werden, sammeln? Dann denk nicht zu lange drüber nach! Weitere Infos findest Du unter:
http://www.alpinschule-adelboden.ch/portaledge
 

Rägäpöli und Furggi wagen sich hoch hinaus

Den Boden unter den Füssen verlieren – eine der schlimmsten Vorstellungen wird für uns zum schönsten Erlebnis. Wenn ein hauchdünnes Stück Stoff zur gemütlichen Schlafgelegenheit wird. Face the cliff! Ein Abenteuer ohne festen Boden. Mehr dazu erfahrt ihr in den nächsten Vogellisi-Blog Berichten vom 2. und 4. August.

Adelbodner Piazza

Wie gerne erinnere ich mich an viele wunderschöne Ferienabende in Italien. Man schlendert die Promenade entlang, sucht Souvenirs für die Liebsten, die zu Hause bleiben mussten, geniesst die Wärme und den Duft des Salzwassers, der in der Luft schwebt, gönnt sich ein leckeres Gelato und und und. Man könnte stundenlang schwärmen! Doch wer sagt denn, dass man einen schönen Sommerabend nur in Italien erleben kann?

Die Adelbodner Piazza (auch Dorfplatz genannt) und die Bars und Restaurants entlang der Dorfstrasse bieten eine wunderschöne Kulisse für einen gemütlichen Schlummertrunk. Man schlendert der Dorfstrasse entlang, besichtigt die Schaufenster, geniesst die Wärme, die sich tatsächlich in Adelboden eingefunden hat (jedoch ist ein Pullover für den Abend empfehlenswert), geniesst die frische Bergluft und das Panorama und gönnt sich einen erfrischenden Drink und erfreut sich am Beisammensein.

Kann diese Vorstellung Wahrheit werden oder ist dies nur einer blühenden Fantasie entsprungen? Finde es heraus! Ich für meinen Teil weiss wie es ist!

Tagwach um 3.45 – der Gipfel ruft!

Einer der schönsten Plätze in oder besser gesagt über Adelboden erhielt diese Woche gleich doppelten Besuch vom Vogellisi. Der Bunderspitz bei Sonnenaufgang.

Wenn die Adelbodner und manchmal auch Gäste freiwillig mitten in der Nacht aufstehen, muss vermutlich eine grosse Entschädigung auf sie warten. Genau so war es auch diesmal wieder. Wie es zum sommerlichen Ritual eines Einheimischen gehört, machten sich auch Rägäpöli und Chälistii auf den Marsch, welcher mit Stirnlampe und dick eingepackt im Schwarz der Nacht beginnt, Richtung Gipfel auf 2546 Meter über Meer. Auf dem Gipfel erwartet einem Wind, Kälte, verschwitze Kleidung, ABER: Ruhe, schroffe Felswände und die aufgehende Sonne. So pur und unverfälscht erlebt man die Natur an kaum einem zweiten Ort im Tal. Die anfängliche Müdigkeit und Anstrengung ist schnell verflogen und bald schon geht es zurück ins Tal zum wohlverdienten Brunch. Wo, wie und was wir brunchen, und alles rund um feine Brunchmöglichkeiten in Adelboden werden wir euch bald auf unserem Blog verraten.

 

Happy weekend!