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«Ein Vorzeigebetrieb»

Am letzten Freitag hat die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) eine neue Publikation herausgegeben. Sie heisst «Erfolgsmodelle in den Berggebieten und den ländlichen Räumen». Die darin aufgelisteten Projekte «können einen Anstoss bilden für die eine oder andere Idee in einer Gemeinde, einer Region oder einem Kanton», heisst es in der Broschüre. Und weiter: «Die Beispiele sollen aber auch ein klares Signal nach aussen senden: In den Berggebieten gibt es ganz viele gute Ideen, erfolgreiche Unternehmer und  zukunftsträchtige Initiativen.»

Auch das Tropenhaus Frutigen hat es in die Liste der 19 Fallbeispiele geschafft. Es sei «ein Vorzeigebetrieb und Kompetenzzentrum», schreibt die SAB. Das Tropenhaus übernehme eine führende Rolle in der Nutzung erneuerbaren Energien im Alpenraum und verbinde auf beispielhafte weise Landschaft, Ökologie und Ökonomie. Als attraktives Ausflugsziel und Anziehungspunkt im Berner Oberland «trägt es zur besseren Sichtbarkeit der Region bei und zieht neue Touristen an».

Dieser erfreuliche Bericht lässt sich feiern – und das gelingt am besten im Glashaus selbst: Im Juli stehen dafür etwa ein Cocktail-Event oder der 6. Frutigländer Tropenabend auf der Agenda. Ach ja, und an Kaviar sollte es bei dieser Gelegenheit natürlich auch nicht fehlen.

Mit ihm macht Kaviar Spass

Er hat im «Nebelspalter» Cartoons veröffentlicht. Er hat Kinderbücher geschrieben. Er hat einen Berner Verlag samt Druckerei geleitet. Er hat die Kindersendung «Spielhaus» im Schweizer Fernsehen moderiert. Er hat Teppiche, Skulpturen, Plakate, Uhren und Briefmarken gestaltet. Er hat ein eigenes Restaurant und ein sogar eigenes Museum.

Haben Sie ihn wiedererkannt? Das waren einige der wichtigsten Lebenswerke des Künstlers Ted Scapa. Er wurde dafür mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Und seit einem Monat hat er nun sogar einen eigenen Kaviar: Scapa gestaltete nämlich die 2. Edition «CaviArt» im Tropenhaus Frutigen. «Bei früheren Aufenthalten in Russland und im Iran bin ich erstmals mit Kaviar in Berührung gekommen. Da wurde der Kaviar mit Suppenlöffeln serviert», wurde Scapa in einer Tropenhaus-Medienmitteilung dazu treffend zitiert. Die aktuelle Fischei-Kunst hat allerdings ihren Preis: Eine 125-Gramm-Dose schlägt mit schlappen 385 Franken zu Buche. Da müsste ich dann doch noch einige Posts mehr bloggen, bis ich mir den wieder mal gönnen würde.

Gut, Sie müssen zum Glück kein Kaviarliebhaber sein, um dem Künstler auch sonst näher zu kommen. Am nächsten Wochenende wird er im Rahmen des Wintermärits nämlich sowieso erneut im Tropenhaus Frutigen weilen. Sein Workshop heisst «Spass mit Ted Scapa». Vielleicht lässt er einen ja dabei zum Spass auch von seinem Kaviar naschen. Lecker ist der halt schon.