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Ein „Superfood“ erobert Adelboden!

Kennen Sie Chia? Die kleinen Samen aus Mexiko und Südamerika erobern derzeit den Gesundheitsmarkt. Als Superfood werden ihnen diverse Heilkräfte nachgesagt. So sind sie anderen Nahrungsmitteln in ihrer nährstofflichen Zusammensetzung überlegen. Zum Beispiel enthalten sie dreimal mehr Eisen als Spinat und das Fünffache an Calcium verglichen mit Milch. Um eine neue Erfindung der Lebensmittelindustrie handelt es sich allerdings nicht. Die Chia-Pflanze (Salvia Hispanica) war schon den Maya bekannt und diente proteinreiches Grundnahrungsmittel und Energiespender. In der Sprache der Maya bedeutet „Chia“ nichts anderes als „Stärke“.

Wer denkt für diese Extraportion „Stärke“ ein Reformhaus oder ein Biosupermarkt aufsuchen zu müssen, der irrt. Ich staunte auch nicht schlecht, als ich die Chia-Samen in der Bäckerei Haueter entdeckte, habe ich doch – unter uns gesagt – sicher zuletzt mit Superfood in Adelboden gerechnet. Und die Chia- Expansion geht noch weiter: Chia und Brotliebhaber kommen im Haueter beide auf ihre Kosten, denn vereint als Chia-Brot steht dem dem “Super-Gaumenschmaus” mit Superfood nichts mehr im Wege.

Probieren Sie es aus, lieber Leser, doch seien Sie superschnell für den Superfood; das Brot ist Nachmittags oftmals schon vergriffen.

Es herbstelet 2.0, oder: das Vogellisi an Eishockeymatches

Nachdem der Föhn in den letzten Tagen kurzzeitig für spätsommerliche Temperaturen gesorgt hat, ist nun der Herbst wieder voll und ganz zurück.

Der Herbst steht nicht nur (wie in “Es herbstelet”) für kürzere Tage und jede Menge Pilze. Wird es wieder kühler im Lohnerdorf, kehrt das Leben in der Eishalle der FSA Adelboden wieder ein: die Eishockeysaison startet.

Nach intensivem Sommertraining und diversen Zuzügen, sind die einheimischen “Chnebler” bereit, das erste Meisterschaftsspiel der neuen Saison zu bestreiten.

Dieses findet am Samstag, 19.September um 20.15 Uhr in der Sportarena Adelboden statt. Um den Start in die neue Saison gebührend zu eröffnen, freut sich das “Iis” auf zahlreiche Fans und lautstarke Unterstützung.

 

Das Vogellisi ist übrigens nach jedem Goal der Einheimischen present, wie werden Sie bei einem Spielbesuch selbst herausfinden…

 

 

Es herbstelet!

Nun ist er definitiv vorbei, der Rekordsommer, welcher auch Adelboden endlich wieder einmal T-Shirt-Abende und Grillfeste beschert hat.

Die Schatten werden wieder länger, die Tage kürzer und die Nächte deutlich kühler. Auf den Speisekarten findet man schon wieder “Coupe Nesselrode” und auch die Saison der Pilzsammler hat wieder begonnen.

Aus Habicht, Steinpilz oder auch “Eierschwümm” lassen sich allerlei feine Sachen produzieren, diese zu finden ist allerdings gar nicht so einfach: fragt man einen “Pilzler” für die besten Plätze, oder will man sich einen Geheimtipp erhaschen, erntet man jeweils nur ein verschmitztes Lächeln. Ein gutes Rezept hat aber immer jeder auf Lager:

Eingemachte Eierschwämme zum Raclette

Zutaten für 1 Glas

1          Zitrone

Salz

300g   Einschwämmli

1dl       Weissweinessig

1dl       Wasser

4          Saucenzwiebeln

etwas  Thymian, z.B. Zitronenthymian

1 EL     bunte Pfefferkörner

 

Zubereitung

  1. Von der Zitrone die Schale mit dem Zestenmesser fein abziehen, Zitrone auspressen. Viel Wasser aufkochen, salzen. Zitronensaft beifügen. Eierschwämmli putzen. Je nach Grösse halbieren oder vierteln. Im Zitronensud ca. 3 Minuten köcheln lassen. Abgiessen, abspülen und abtropfen lassen. In ein ausgekochtes Eimachglass füllen.
  1. Essig und Wasser mischen. Zwiebeln halbieren und beigeben. Ca. 5 Minuten kochen. Thymianblättchen mti Zitronenzesten und Pfeffer beigeben .Eingemachte Eierschwämme zum Racletteund alles siedend heiss über die Pilze giessen. Das Glas sofort verschliessen. Abkühlen lassen. Im Kühlschrank ca. 1 Monat haltbar.

 

 

 

 

 

 

Strohmann bin ich gerne

Vor zwei Monaten habe ich ein Hohelied auf das Heu gesungen. Jetzt ist das Stroh dran. Gut, die Idee klingt jetzt buchstäblich etwas abgedroschen, aber hey – dafür sind der kommende Herbst und die Erntezeit ja da. Stroh – das ist für mich eben mehr als der geflochtene Hut, der mir die letzten Wochen Schatten spendete, mehr als die Zielscheibe, auf die ich einst mit Pfeil und Bogen zielte. Stroh schliesst den Kreislauf, und damit meine ich nicht nur als Einstreu für Kühe. Zu Ballen gepresst, hat das Material schliesslich schon manchem Chilbi-Besucher als Sitzunterlage gedient, und vielleicht wurde darauf auch der eine oder andere Korn getrunken. Eben, der Kreis schliesst sich. Ein anderes Beispiel: Ich war solange allergisch auf Stroh, bis ich einige Jahre neben einem Bauernhof gewohnt habe. Ich verbrachte viel Zeit im Stall, und so wurde aus der Strohallergie ein Strohfeuer – schnell verklang das Leiden.
Und wenn dann der letzte Korn getrunken, der Hut abgezogen und das Feuer erloschen sind, wäre es doch strohdumm, die Nacht nicht gleich auf den wärmenden Halmen zu verbringen. Auf der Alp «Laueli» oder in Bonderlen gibt es dafür auch im Herbst noch Gelegenheit.