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Warum die Bösen Schlange stehen

Nach vier Eidgenössischen Kränzen und dem Schwingerkönigstitel hat sich Matthias Glarner nun ja noch einen Sponsoring-Vertrag mit der Mineralquellen Adelboden AG geholt. Da fiel mir sofort wieder Christian Stucki ein, der im Juni erst für die Eröffnung der Globi-Bahn auf die Engstligenalp Pate stand. Es scheint, als würde das Lohnerdorf die Bösen geradezu magisch anziehen. Aber wieso?

Am Schwingercharakter an sich kann das nicht liegen, der ist bei Stucki und Glarner recht unterschiedlich. Der eine hat spektakulär verloren, als er seinen Gegner küsste. Der andere hat unspektakulär gewonnen, als er in Estavayer nüchtern triumphierte. Der eine ist lustiger Botschafter für einen blauen Spassvogel, der andere steht stolz für ein klares Getränk.

Das Produkt, wofür die Schwinger werben, kann eigentlich auch nicht die einzige Erklärung für die Wahl der beiden sein. Schliesslich wohnt Glarner an der Blümlisalpstrasse in Heimberg. Daneben arbeitet er als Personalbetreuer bei den Bergbahnen Meiringen Hasliberg. Das alles hätte eher für die Engstligenalpbahnen gesprochen als fürs Mineralwasser. Globi-Götti Christian Stucki wiederum gehört zum Seeländischen Schwingerverband und könnte in seinem Beruf als Lastwagenchauffeur gut auch Adelbodner Wasser transportieren. Und doch hat er den Berg und nicht den Talboden auserkoren.

Warum die Bösen also das Lohnerdorf lieben? Was weiss ich. Vielleicht liegt die Lösung ja in den vielen Holzbetrieben, wo Sägemehl en Masse produziert wird. Vielleicht liegt es an den vielen Quellen, wo man sich dieses Sägemehl nach dem Kampf wieder abwaschen kann. Und vielleicht können Glarner und Stucki einander hier auch einfach einmal auf die Schulter klopfen, ohne vorher in den Ring zu steigen.

Das Globi Gedicht

Heute kann ich es nicht lassen,
muss den Blog in Reimen fassen.
Denn aus vielen guten Gründen
gilts im Vers rasch zu verkünden:

Spass hat nun neue Methoden –
Globi kommt nach Adelboden,
wo er bei den Sennen wohnt
und schon bald innig betont:

«Engstligenalp heisst dieser Ort,
schnell kam ich her, lang bleib ich dort
auf der Alp, da freuts mich sehr
zweitausend Meter über Meer.»

In die Gondel eingeladen,
oben raus zum frischen Baden,
zu den Tieren, zu den Sennen,
jeder muss einfach bekennen:

Das Hochplateau, das ist für Kinder,
für Abenteurer und Erfinder
ein Paradies hoch überm Tal
und mit Begleitung allemal

Denn – da geb’ mein Wort ich drauf –
auch Globi taucht persönlich auf,
um Kinderscharen zu begrüssen
und den Tag so zu versüssen

Weit am Firnament jedoch
schwebt ein Adler himmelhoch
und ruft: «Reimen kann ich schon lang»
– so schliesse ich meinen Gesang