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Die nächsten Schritte sind geplant

Kein Wunder, fand die 81. Generalversammlung der Berner Wanderwege im Spiezer Ausbildungszentrum der Schweizer Fleischwirtschaft statt: Wer will schon ohne Cervelat im Rucksack wandern? Das zu erfahren, machte mich erstens hungrig und zweitens kribbelig auf die sommerliche Wandersaison. Für die 193,63 Wanderkilometer in Adelboden habe ich mir prompt das Planungstool wanderplaner.ch zugelegt – testweise. Dass man zur Registrierung seinen Geburtstag und seine Wohnadresse angeben muss, habe ich in Kauf genommen. Vielleicht will im August ja jemand zu mir nach Hause wandern und mir gratulieren …

Item, der Wanderplaner selbst ist dann überaus nützlich. 51 Vorschläge hat er mir für Adelboden gemacht, von Cholerenschlucht bis Lohner-Westflankensteig und inklusive ausführlichem Tourenbeschrieb oder Details wie Schwierigkeit, Kondition und Verpflegungsmöglichkeiten. Es gefällt mir auch die interaktive Karte, bei der sich die Suche verfeinern lässt, etwa nach Dauer, Schwierigkeit oder Höhenmeter. Beim Tourenplaner lassen sich zudem beliebige Punkte auf der Karte manuell markieren. Eine passende Route auf Wanderwegen wird danach automatisch vom System generiert.

Gut ist, dass nach der Registrierung nicht nur die App weiss, wo ich wohne, sondern ich weiss auch, wo die App zu Hause ist. Ich habe mir sogar schon überlegt, zur Berner Moserstrasse zu wandern, um dort dem Verein Berner Wanderwege zur Lancierung des nützlichen Tools zu gratulieren. (Achtung Adelbodner: Für die 73 Kilometer bis zur Hauptstadt bräuchtet Ihr gemäss Wanderplaner.ch knapp 17 Stunden.)

Schön satt statt Hauptstadt

Ich mag die Metaebene. Sonst würde ich ja nicht über Adelboden schreiben, sondern einfach dort sein. Das Lustige an dieser übergeordneten Sichtweise ist aber, dass man immer noch eine weitere Ebene hinzufügen kann. Schreibt mir zum Beispiel jemand einen Kommentar zu einem Post (nur immer zu!), wandere ich in der Ebenen-Hierarchie nach unten. Das ist ok. Umgekehrt kann schliesslich auch ich kommentieren, wenn jemand über Adelboden berichtet.

So wie die «Bärner Meidschi». Diese Lifestyle-Bloggerinnen aus der Hauptstadt haben das Lohnerdorf letztes Wochenende kulinarisch getestet. Das machen sie öfters im Oberland unter dem Motto «Wir sind deine Versuchskaninchen, deine Wochenendplaner und deine Vorkoster – und das mache mir gärn!» Und gerne blogge ich jetzt über die Bloggerinnen, schreibe über die Schreiberlinge, schichte eine Metaebene über die Metaebene.

Also: «Bärner-Meitschi» Sandra (ganz rechts im Bild) residierte mit einer Freundin in «The Cambrian» und probierte auch sonst so einiges. Crèmeschnitte auf Tschenten? «Wirklich eine Wucht!» Eiersandwich im Hotel? «Ich sage nur: Spiegelei!» Steak in der «Alten Taverne»? «Mir läuft immer noch das Wasser im Mund zusammen!» Fazit 1: Eine Bernerin mehr, die in Adelboden «Places to be» (wieder-)entdeckt. Fazit 2: Ich habe Hunger. Und das nicht auf der Metaebene.

Der Adventskranz stammt aus Bern

Kühne These, ich weiss. Aber ich gebe zur Entstehung des Adventskranzes Folgendes zu bedenken: 1767 begann der bekannte Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi in Bern eine Lehre in «moderner Landwirtschaft». Auf Berner Land führte er anschliessend einen eigenen Bauernbetrieb. Im Keller dieses Hauses installierte er Webstühle, an denen sich die arme Landbevölkerung seiner Nachbarschaft ein Zubrot verdienen konnte. Angesichts der wachsenden Armut rundum gründete Pestalozzi dann 1774 eine Anstalt für arme Kinder. Die Berner Tage hatten ihren Eindruck hinterlassen.

Zeitsprung: 1816 besucht der deutsche Theologe Johann Hinrich Wichern eine Privatschule, wo Pestalozzis Pädagogik umgesetzt wurde. Auch das machte Eindruck. In der Nähe von Hamburg baute Wichern 1833 nun ebenfalls eine Anstalt für benachteiligte Kinder auf – wieder in einem alten Bauernhaus. 1839 endlich hatte er die Fragen seiner Schützlinge satt, wann denn endlich Weihnachten sei. Also baute er den ersten Adventskranz als Kalender aus einem alten Wagenrad sowie 20 roten und 4 weissen Kerzen.

Na? Da soll nun einer noch sagen, die traditionelle Berner Landwirtschaft habe diesen alten Lichtbrauch nicht mitgeprägt …

Türchen 3: Der Adventskranz stammt aus Bern

Kühne These, ich weiss. Aber ich gebe zur Entstehung des Adventskranzes Folgendes zu bedenken: 1767 begann der bekannte Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi in Bern eine Lehre in «moderner Landwirtschaft». Auf Berner Land führte er anschliessend einen eigenen Bauernbetrieb. Im Keller dieses Hauses installierte er Webstühle, an denen sich die arme Landbevölkerung seiner Nachbarschaft ein Zubrot verdienen konnte. Angesichts der wachsenden Armut rundum gründete Pestalozzi dann 1774 eine Anstalt für arme Kinder. Die Berner Tage hatten ihren Eindruck hinterlassen.

Zeitsprung: 1816 besucht der deutsche Theologe Johann Hinrich Wichern eine Privatschule, wo Pestalozzis Pädagogik umgesetzt wurde. Auch das machte Eindruck. In der Nähe von Hamburg baute Wichern 1833 nun ebenfalls eine Anstalt für benachteiligte Kinder auf – wieder in einem alten Bauernhaus. 1839 endlich hatte er die Fragen seiner Schützlinge satt, wann denn endlich Weihnachten sei. Also baute er den ersten Adventskranz als Kalender aus einem alten Wagenrad sowie 20 roten und 4 weissen Kerzen.

Na? Da soll nun einer noch sagen, die traditionelle Berner Landwirtschaft habe diesen alten Lichtbrauch nicht mitgeprägt …