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Vogellisichopf vam Wintermanet: Anja Zurbrügg

In unserer Serie “Dr Vogellisichopf vam Manet” stellen wir jeweils eine spannende Persönlichkeit vor, welche entweder aus Adelboden kommt, mit dem Dorf verwurzelt ist oder in einer anderen Form unser Bergdorf prägt. Heute lest ihr bereits den zweiten Teil:

Sie ist ein junges, kreatives Gesicht: die Adelbodner Fotografin Anja Zurbrügg. Nach der Ausbildung zur Fotofachfrau in Adelboden folgte sie ihrer Leidenschaft und liess sich noch zur Fotografin ausbilden. Nach Lehr- und Wanderjahren in der ganzen Schweiz, hat Anja sich mit jungen 26 Jahren selbstständig gemacht und ist zurück in ihren Heimatort gezogen. Die Freiheit und Unabhängigkeit welche diese Selbstständigkeit bietet, bedeuten für Anja Lebensqualität. Selbständigkeit bedeutet aber auch „selbst ständig“, sprich, selber für sich verantwortlich zu sein, selber für sich zu schauen und sich seine Zeit selber einzuteilen.201608-usa-1912_1

Als waschechtes “Vogellisi” ist die junge Fotografin seit einem Jahr mit ihrem Können hinter der Kamera auch für den Bärner Meitschi Blog tätig.

Chälistii: “Anja bist du denn nun mehr Bärner Meitschi oder Vogellisi?”

Anja: “Das kommt ganz darauf an, wo ich gerade bin. An einem Ort schimmert immer etwas vom anderen durch – diese Mischung macht es meiner Meinung nach aus”.

Chälistii: Denkt man an Selbstständigkeit, wird dies oft mit Homeoffice assoziiert, dein Büro befindet sich auch in deiner Wohnung, wo holt man sich als Fotografin die Inspiration, wenn man viel zuhause sitzt?”

Anja:”Ich bin gar nicht so viel zuhause, wie viele denken. Höchstens zum Bearbeiten der Bilder. Oft bin ich unterwegs, ich habe viele Aufträge ausserhalb der Region, komme so an viele verschiedene Orte, treffe spannende Personen. So ist nie eine Woche gleich, wie die nächste. Plane ich Sonntags die neue Woche, werden diese Pläne spätestens am Montag Morgen über den Haufen geworfen.”

Chälistii: “Was war die grösste Umstellung zur Selbstständigkeit?”

Anja: “Bei mir war es ein schleichender Prozess, da ich meine vorherige Stelle von Jahr zu Jahr prozentual reduzieren konnte. Die grösste Umstellung war, dass ich offener geworden bin für Kreatives, ich habe einen ganz anderen Rhythmus, andere Zeiten, muss flexibler sein und trotzdem bereites es mir sehr viel Freude. Ich habe keine Vorgaben mehr, kann arbeiten wann und wo ich will”.

Chälistii: “Diese Umstellung brauchte aber auch Mut?”

Anja: “Klar, ich habe auch Zweifel. Kann ich alle Rechnungen bezahlen, habe ich genügend Kunden, genüge ich selbst? Das Business in einer Zeit, in der jeder sich “Fotograf” nennt – ist es schwierig sich von der Masse abzuheben”.

Chälistii: “Das tust du aber, deine Bilder haben Wiedererkennungswert!”

Anja: “Ich bin immer noch daran, meinen Stil weiterzuentwickeln. Mit der Zeit lernst du, was dir gefällt und was nicht. Mit diesem Prozess bin ich aber noch lange nicht fertig. Für mich ist ein Bild schön, wenn es Emotionen auslöst – das zugleich Schwierigste als Fotografin: Emotionen hervorrufen.”

Chälistii:” Du bist sehr selbstkritisch und perfektionistisch”

Anja: “Muss man sein, es gibt immer bessere Fotografen und es ist ja auch das Ziel sich stetig zu verbessern. Und ja der Perfektionismus – er und ich haben schon etwas einen Kampf zusammen. Irgendwann musst du einfach abdrücken, ob wohl du weisst, dass der noch “perfektere” Moment vielleicht kommen könnte. Aber eigentlich finde ich mich gar nicht perfektionistisch, eher chaotisch.

Chälistii: “Was ist eigentlich dein Lieblingssujet oder -Ort in Adelboden?”

Anja: “In Adelboden bin ich aufgewachsen, hier bin ich zuhause. Ich liebe es, andere Blickwinkel zu zeigen, mit mir bereits bekannten Sujets zu spielen und so meine Heimat neu zu entdecken. So habe ich also kein eigentliches Lieblingssujet, suche dieses aber am liebsten in der wunderschönen Natur unseres Ortes.

Anja ist stets auf der Suche nach dem perfekten Moment vor und hinter der Kamera, auf der Suche nach beruflicher und privater Herausforderung. Dabei den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, braucht Mut, viel Durchhaltevermögen und eine grosse Portion Passion, für das was man tut und man will, Anjas Geheimnis dabei: “Ich habe es noch nie bereut, aber hinterfrage es oft!”

Besuche Anja auf ihrer Homepage oder auf ihrem Instagram Channel https://www.instagram.com/anjazurbruegg/.

Dr Vogellisichopf vam Wymanet: Miro Zryd

Es ist soweit, der erste Beitrag unserer Rubrik ” Dr Vogellisi Chopf vam Manet” widmet sich dem Hockeyaner Miro Zryd. Diesen Sommer hat er seinen Vertrag bei Langnau bis 2018 verlängert und ist kürzlich in die neue Saison gestartet. Mit seiner Seriosität und sportlichem Ehrgeiz ist er ein Vorbild für alle jungen Sportler in Adelboden. Er ist hier aufgewachsen und hatte schon immer ein Ziel vor Augen: Eishockeyprofi. Gemäss seinem Vater Björn verbrachte Miro als Kind jede freie Sekunde mit einem Stock in der Hand. Zu Beginn spielte er in seinem Zimmer mit einem Ball. Kaum konnte er den Puck hoch schiessen gingen auch schon die ersten Scheiben in die Brüche. Da dies immer mehr vorkam, durfte der Hockeyverrückte den Puck nur noch draussen schiessen. Ob bei Wanderungen oder in den Ferien, der “Chnebel” war immer dabei. Miro wollte sogar Stock und Ball auf den Bunderspitz nehmen, um unterwegs zu dribbeln. Auch zur Schule fuhr er im Sommer oft mit den Inline-Skates dribbelnd zur Schule und zurück.

Eine Woche nach seinem 16. Geburtstag debütierte er in der 1. Mannschaft vom EHC Adelboden. In der Saison 13/14 wechselte er zu den Langnau Elite Junioren um den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen. Mit seiner vorbildlichen Attitüde im Sommertraining überzeugte er die Verantwortlichen und erhielt seinen ersten Profivertrag bei den SCL Tigers. Gleich in der ersten Saison gelang dem Team der Aufstieg in die NLA. Einheimische Eishockeyspieler in der höchsten Liga der Schweiz ist nichts Neues hier. Allen voran natürlich Urs Bärtschi, Bernhard Lauber, Marco Koller, Peter Bärtschi, David und Bruno Maurer, welche zum Teil sogar die Schweiz auf dem Eis vertreten durften. Was jedoch bemerkenswert ist, dass Miro Zryd seit einigen Jahren der Erste ist, dem dieses Kunststück gelang. Wir haben ihm zum Thema Eishockey und Adelboden ein paar Fragen gestellt.

Gegen wen möchtest du unbedingt einmal spielen?

Ich habe noch nie gegen meine Brüder gespielt, ein NLA Spiel zwischen uns wäre super. Solange ich gewinne natürlich:)

Persönliche Ziele in dieser Saison?

Mich immer zu verbessern, Erfahrungen sammeln und ein Top 4 Verteidiger sein um in allen Situationen zum Einsatz zu kommen.

Verfolgst du die Resultate vom EHC Adelboden?

Ja, meine Brüder und gute Freunde spielen beim EHCA, darum schaue ich schon wie sie sich schlagen.

Was ist Adelboden für dich? 3 Worte, die für dich Adelboden beschreiben

Heimat

wunderschön

nebellos

Lohner oder Strubel?

Vom Gilbach sieht man beide nicht, deshalb sage ich Fitzer.

Sommer oder Winter?

Winter, im Sommer ist es mir zu heiss.

Weltcupbar oder Berna?

Weltcupbar

Bärgrächnig oder Märit?

Märit war immer streng mit dem Verkauf der Lösli für den Klub, deshalb Bärgrächnig.

Schlitteln oder Skigibeln?

Gibeln aber lieber gemütlich.

Warum trägst du die Nr. 64?

Die Zahl sieht gut aus auf dem Leibchen:)

Vielen Dank und wir wünschen dir alles Gute für diese Saison!