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Mehr Zeit am Seil

Denke ich an Seilbahnen, steigen drei verdrängte Erinnerungen in mir auf. In der ersten sehe ich mich als kleinen Knirps auf dem Spielplatz. Nachdem man sich nach Stunden einen Platz auf dem Startpodest gesichert hat, folgt die zwar rasante, aber nur dreisekündige Fahrt auf dem Gummireifen am Draht. Und die endet brutal beim Bremsklotz am Seilende.
Zeitsprung. In der zweiten Erinnerung führe ich als angehender Lehrer eine Schulklasse in einen professionellen Seilpark. Viele Schüler an wenigen Bahnen führen unweigerlich zu Staus und Gehässigkeiten. Schön wärs gewesen, wenn die Kids damals mehr Zeit am Seil und weniger im Streit verbracht hätten.
In der dritten Erinnerung schliesst sich der Kreis. Nun ist es mein kleiner Sohn, der in der Stube eine Seilbahn bauen möchte. Und gar nicht zufrieden ist, weil das Resultat meiner Bemühungen doch viel zu kurz ausfällt.

Diese Anekdoten haben eines gemeinsam: Wären die Seilbahnen jeweils zahlreicher und länger gewesen, könnte ich nun auf drei schönere Erinnerungen zurückblicken. Wäre, könnte – ja, ich weiss, das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber es bietet immerhin zweite Chancen. So wie die Alpinschule Adelboden im Adventure Park. Dort eröffnen am 2. Juni zwei weitere Seilbahnen mit je 320 Metern Länge. Insgesamt sind es nun 16 Bahnen mit einer Gesamtlänge von 2,2 Kilometern. Sie sorgen für mehr Zeit am Seil — und für Erinnerungen ohne Konjunktiv.

Rägäpöli und Furggi wagen sich hoch hinaus

Den Boden unter den Füssen verlieren – eine der schlimmsten Vorstellungen wird für uns zum schönsten Erlebnis. Wenn ein hauchdünnes Stück Stoff zur gemütlichen Schlafgelegenheit wird. Face the cliff! Ein Abenteuer ohne festen Boden. Mehr dazu erfahrt ihr in den nächsten Vogellisi-Blog Berichten vom 2. und 4. August.