Ein Thron auf der Piste 2

Ach, was habe ich in meinem letzten Blog-Eintrag geschwärmt vom Skigibel, dem einzigen Gefährt, das Ski und Sitzschale so trefflich vereint. Nun haben die Sportwochen begonnen, und Scharen neugieriger Nachwuchsfahrer stürmen wieder die Pisten. Da wäre ein Wort zur Warnung angebracht. Ich war nämlich am Wochenende nachts mit dem Skibock auf Tschenten unterwegs und möchte meine Meinung nun leicht revidieren.

Es war beissend kalt auf der Schlittelbahn, eisige Böen trieben undurchdringliches Schneegestöber dicht über die Strecke, Wolken verfinsterten den Mond und das Motto „Fahr einfach den Lichtern nach“ war mit dem Gibel dementsprechend schwierig umzusetzen. Ich hatte zudem einen Skibock mit extrem kurzer Latte erwischt, so dass schon leichte Schwellen und kleine Löcher in der Dunkelheit zu Sprungschanzen und Fallgruben mutierten. Ergebnis: Mehrere Taucher im Tiefschnee, dicke Eiszapfen im klammen Bart und ein blauer Fleck am Oberschenkel in Grösse und Form von Lateinamerika. Derweil überholten mich meine Kollegen links und rechts elegant und lächelnd auf ihren gefederten Schlitten (verdammt, eigentlich wollte ich diesmal nicht schon wieder jammern …).

Und die Moral? Gebricht es dir an Können und Licht, wähle den Schlitten, den Gibel nicht.

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