Doppelt wirkt einfach besser

Von wegen Doppelspurigkeiten sollen abgebaut werden. Gerade als Pendler fahre ich gerne zweigleisig. Mit Velo und Bahn. Mit Zeitung und Buch. Mit Banane und Apfel. Mit Gedanken zum Geschäft und zur Familie. Und dann steige ich am Bahnhof Frutigen aus, wo gerade die BLS und Frutigen Tourismus zusammengezogen sind. Zwei Parteien, ein Ort: Auch die mögen es anscheinend gerne doppelt. Gut für mich.

Dass das Bahn-Reisezentrum und der Tourismus-Leistungsträger seit Januar ihre Räumlichkeiten teilen, hat sicher Vorteile. Rette ich mich vor dem Schneesturm an die Wärme, kann ich gleich noch die neusten Angebote studieren. Aus dem Wartesaal entspringt die Winterwelt, egal, welches Personal ich gerade frage. Zudem profitieren Einheimische und Auswärtige gleichermassen von der Neuerung – wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Kritiker mögen jetzt einwenden, der Bahnhof Frutigen fungiere für die meisten doch nur als Durchgangsstation. Na und? Genau das soll das neue Zentrum doch auch sein: Eine Scharnierstelle, die (Fahr-)Gäste orientiert, inspiriert und weiterleitet. Zum Beispiel zum Tropenhaus, zur Hängebrücke Hostalde, zum Sportzentrum oder ins Skigebiet Elsigen-Metsch. Für ein Schwätzchen mit dem jungen Frutigen-Tourismus-Geschäftsführer Christof Kaufmann dürfte die kostbare Zeit hoffentlich trotzdem noch reichen (auf dem Bild rechts zu sehen). Der ist deutsch-schweizerischer Doppelbürger und mag Zweigleisigkeiten deshalb wohl ebenso gerne wie ich …

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