Der Tiefbau hat Hochbetrieb

Zurzeit ist die Dorfstrasse eine einzige Baustelle, und das ist gut so. Zugegeben, der Zugang zu einigen Geschäften ist durch Löcher, Absperrgitter und Kabelsalat erschwert. Auch irritiert mich die kreischende Kreissäge beim Schreiben, und das idyllische Dorfbild mag zurzeit ebenfalls leicht leiden. Aber ich sehe beim Vorbeischlendern halt eher die Vorteile des Tiefbaus: Zum Beispiel präsentiert sich das Dorfzentrum so wieder einmal autofrei. Es ist ein Anlass mehr, wo man unbeschwert in der Strassenmitte spazieren kann. Auch wird sich gerade sicher niemand über fehlende Action beschweren, solange Laster, Krane und Bagger mit tonnenschweren Lasten jonglieren. Da läuft etwas, da bewegt sich etwas, da brummt das Dorf und steht buchstäblich unter Strom. Die Kabel jedenfalls sind gespannt. Die ausgehobenen Gruben wiederum liefern seltene Einblicke in die Geschichte des Lohnerdorfs. Und wer weiss, ob nicht sogar noch ein sensationeller archäologischer Fund dort auf die Bauarbeiter wartet? Das Heimatmuseum und das Dorfarchiv würden sich freuen. Aber auch die an der Strassenoberfläche verwendeten Materialien weisen schliesslich positive Aspekte auf: Steine kommen ins Rollen, und der frische Asphalt macht die Strecke nicht zum harten Pflaster. Ach ja, und fast hätte ich am Ende das wichtigste vergessen: Ohne Strassen verkehrt hier niemand.

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