Das Hoch ist weiblich

«Annelie» heisst das Hoch, welches das Oberland diese Tage schwitzen lässt. Warum «Annelie»? Weil Hochdruckgebiete in ungeraden Jahren weibliche Namen tragen und Tiefdruckgebiete männliche. «Xenia», «Yoko» und «Zoe» hiessen also die vorhergehenden Hochs 2015, «Bigi», «Clara», «Dietlinde» und «Eva» werden in den nächsten Monaten folgen. Und hoffentlich nicht «Reinhard» oder «Siegfried» – denn so heissen wahrscheinlich die nächsten Tiefdrucklagen.
Und wer ist für diese Namentaufe verantwortlich? Sie. Seit 1954 kann man beim Berliner Institut für Meteorologie nämlich eine Namens-Patenschaft für Wetterlagen beantragen. Zeitungen, Radio- und Fernsehwetterberichte übernehmen dann die ausgewählten Namen. International. Wenn Sie also auf dem Hahnenmoospass die Sommersonne geniessen, könnte es bald schon Ihr Name sein, der dem aktuellen Hoch gehört. Dann können Sie sich quasi an sich selbst sonnen – es sei denn, Sie sind männlich: Dann rate ich Ihnen, sich erst nächstes Jahr zu bewerben. Erst dann gehört das Hoch nämlich wieder Ihnen.

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