Dabei sein ist alles

Sich einmal unter grössten Anstrengungen in eine Eishockeyausrüstung quälen, um sich danach auf dem Eis mit schmerzenden und zerquetschten Füssen für nichts und wieder nichts abrackern zu gehen? Ein Traum eines jeden Menschen! Ich weiss, für Sie tönt diese Vorstellung wie ein schönes Märchen, welches nie Wahrheit werden wird. Doch Sie können den Zauber des Eishockeyspielens selbst erleben.
Am 6. März 2015 hat das alljährliche Plausch- und Firmengrümpelturnier in der Arena Adelboden stattgefunden. Auch dieses Jahr lieferten sich Spitzenteams unglaubliche Hitchcocks die den unzähligen Zuschauern noch für lange Zeit im Gedächtnis bleiben werden. Eishockey der Spitzenklasse! Nun ja, auch diese Vorstellung ein Märchen, welches nie Wahrheit werden wird.
Also zurück zur Realität. Das Plausch- und Firmengrümpelturnier ist ein Turnier für jedermann. Wer sich schon gut auf den Kufen halten kann, ist bereits dabei und kann mitspielen. Es ist ein Anlass für die Breitensportler, die sich ein wenig mit dem Wettkampfkitzel auseinandersetzen wollen, einen gemütlichen Abend erleben wollen und natürlich für alle, die sehr viel Spass haben wollen. Dieser ist vorprogrammiert, vor allem für Zuschauer. Doch viel besser ist es, direkt mitzumachen! Es erwarten Sie: Absolut unspektakuläre Matches, viele amüsante Stürze (ohne schlimme Folgen dank korrekter Ausrüstung), ein wunderbares Frischegefühl dank der wunderbaren Luft in der Bar, die von all den verschwitzten Menschen besucht und von den hauseigenen Eishockey-Cracks bewirtet wird, leere Tribünen und nicht ganz so motivierte „Schiris“. Aber auch: gut gelaunte Menschen, Bier, wunderbare Speisen, Kalorienverbrennung und nach all der Anstrengung eine erfrischende Dusche.
Der olympische Gedanke zählt: Dabei sein ist alles!
Auch nächstes Jahr wird wieder ein solches „Grümpi“ stattfinden. Also los! Es ist nie zu früh, um zu trainieren. Titelverteidiger werden die „double ice rockers“ oder einfach gesagt die „Curler“ sein, die deutlich bewiesen, dass sie auch auf normalem Eis sehr begabt sind. 😉
Tipp der Woche: Nächstes Wochenende findet das grosse Grümpleturnier statt, wo tatsächlich interessante Matches geboten werden könnten. Unbedingt vorbeischauen!

Nachtskifahren für Fortgeschrittene

Chuenis bi Nacht findet jeden Freitag bis am 6. März 2015 statt. Nachtskifahren, Schneesport- und Lasershow, gemütliches Beisammensein? Ein klarer Fall für mich! Diesen Gedanken hatten auch zahlreiche andere Schneesportfreunde, welche an diesem Freitagabend auf das Chuenisbärgli pilgerten. Liebe Leute, kommt doch nächstes Mal bitte etwas früher damit die Show pünktlich beginnen kann. Mit einem warmen Getränk in der Hand und Musik von DJ Nell ist das Warten jedoch nur halb so schlimm. Die Show begeisterte Gross und Klein. Kein Wunder, es wird einiges geboten. Alles was irgendwie den Berg runterfährt wurde präsentiert. Zu sehen gab es unter anderem: Freestyle skiing, Schneemobil, Langlauf, Skigibel, Telemark, Snowboard, Horäschlittä, Pistenfahrzeuge und spektakuläre Stürze.

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Abgerundet wurde das Ereignis mit erfrischender Moderation (Bemerkung zum Telemark: “Das Leben ist zu kurz für eine feste Bindung.”), einem Feuerwerk und natürlich der Laser-Show. Diese vermochte aber nur die jungen Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

Wer sich nun auf ein paar gemütliche Fahrten am Weltcuphang freute, wurde enttäuscht. Nicht etwa wegen der Beleuchtung, sondern den eisigen Verhältnissen auf der Piste. Nachtskifahren für Fortgeschrittene war angesagt.

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Alles in Allem ein super Ereignis. Die Rutschpartie auf der Piste war kein Problem, hatte ich doch nun mehr Zeit für das gemütliche Beisammensein.

Ein mit Luft gefülltes Irgendwas

Sind Sie es manchmal auch Leid? Jeden Tag auf der Piste. Es ist zwar immer wunderschön wenn das Wetter mitspielt aber haben Sie manchmal nicht auch das Gefühl, Sie müssen etwas Neues ausprobieren? Ich meine jeden Tag stelle ich mich auf ein oder zwei Bretter oder setze mich auf ein „Schiigibi“ oder einen Schlitten. Aber all das ist normal und manchmal habe ich das Gefühl, braucht man noch mehr Abwechslung, nicht?

Einmal so richtig die Sau raus lassen? Nun da habe ich einen guten Tipp für Sie. 🙂 Haben Sie schon einmal etwas von einem Airboard gehört? Eine mit Luft gefüllte Stoff-Kunststoff-Plastik-Was-Auch-Immer-Matte auf die man sich Kopf voran drauf legt… Und los geht’s! Eine eher gefährliche Angelegenheit. Bremsen? Am Anfang ein Ding der Unmöglichkeit! Steuern? Eher Glückssache! Man wird immer schneller und man sieht die Piste unmittelbar unter sich durchflitzen! Adrenalin-Kick vom Feinsten! Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt jedoch auch der Spass. Man wird immer geübter und lässt sich nicht mehr so einfach aus der Fassung bringen.

Aber Achtung, am besten gehen Sie mit normalen, nicht zu brutalen und furchtlosen Leuten. Nicht wie ich. Ich wurde geschubst, von der Piste verdrängt und und und. Ich kann nicht schön reden, dass ich mir den einen oder anderen blauen Fleck eingefangen habe. Auch am Kopf geht der ganze Spass nicht spurlos vorbei: Kopfschmerzen vorprogrammiert! Deshalb noch ein gut gemeinter Rat: Airboarden nach einer feuchtfröhlichen Nacht…. Nicht die beste Idee! 🙂

Trotz allem empfehle ich einen Ausflug auf die Tschentenalp, um sich dort im Airboarden zu versuchen sehr! Es ist definitiv einmal etwas anderes und macht riesen Spass!

Ein Thron auf der Piste 2

Ach, was habe ich in meinem letzten Blog-Eintrag geschwärmt vom Skigibel, dem einzigen Gefährt, das Ski und Sitzschale so trefflich vereint. Nun haben die Sportwochen begonnen, und Scharen neugieriger Nachwuchsfahrer stürmen wieder die Pisten. Da wäre ein Wort zur Warnung angebracht. Ich war nämlich am Wochenende nachts mit dem Skibock auf Tschenten unterwegs und möchte meine Meinung nun leicht revidieren.

Es war beissend kalt auf der Schlittelbahn, eisige Böen trieben undurchdringliches Schneegestöber dicht über die Strecke, Wolken verfinsterten den Mond und das Motto „Fahr einfach den Lichtern nach“ war mit dem Gibel dementsprechend schwierig umzusetzen. Ich hatte zudem einen Skibock mit extrem kurzer Latte erwischt, so dass schon leichte Schwellen und kleine Löcher in der Dunkelheit zu Sprungschanzen und Fallgruben mutierten. Ergebnis: Mehrere Taucher im Tiefschnee, dicke Eiszapfen im klammen Bart und ein blauer Fleck am Oberschenkel in Grösse und Form von Lateinamerika. Derweil überholten mich meine Kollegen links und rechts elegant und lächelnd auf ihren gefederten Schlitten (verdammt, eigentlich wollte ich diesmal nicht schon wieder jammern …).

Und die Moral? Gebricht es dir an Können und Licht, wähle den Schlitten, den Gibel nicht.

Ein Thron auf der Piste

Ich fahre gerne Snowboard, aber mit der Zeit wird der Hosenboden oft nass-kalt vom Sitzen im Schnee. Ich fahre gerne Ski, aber meine zarten Füsse schmerzen rasch in den engen Plastikschuhen. Ich fahre gerne Schlitten, aber bei warmen Temperaturen sinken mir die Kufen zu schnell ein. Ich winterwandere gern, aber man kommt dabei einfach nicht richtig vom Fleck.

So, genug gejammert. Die Adelbodner haben für mich ja schliesslich schon vor fast 100 Jahren eine praktische Lösung für alle diese Problemchen entwickelt: Den Skigibel oder Skibock, ein Gefährt, bei dem ein Sitz auf einen einzelnen Ski montiert ist. Meine Vorteile liegen klar auf der Hand: Ich sitze sicher, komme zügig voran, sinke nicht ein und kann meine bequemen Winterschuhe anbehalten. Durch den gebrauchten Ski mit seiner individuellen Geschichte bekommt der Gibel ausserdem automatisch etwas Kultiges.

Ich meine, da muss doch einfach was dran sein, wenn die Adelbodner Kids den Skibock sogar benützen, um schneller in der Schule zu sein. Schneller! Die Lehrer dürfte es freuen.