“Italianità” an der Dorfstrasse – einkaufen und geniessen mit Aussicht!

An diesem wunderbaren, sonnigen Herbstmorgen ist der Vogellisi Blog zu Besuch an der Dorfstrasse 69, auf der wohl schönsten Sonnenterrasse Adelboden, mit dem wohl besten Kaffee Adelbodens. Aber wir befinden uns nicht etwa in einer Bäckerei oder einem Restaurant, wie man jetzt vielleicht denken könnte – nein, wir befinden uns mitten in einem Modegeschäft.

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Wer jetzt denkt, wie ich gedacht habe, dass Mode, Wohnaccessoires und Kaffee und Schoggikuchen nicht in einem Raum Platz vereinbar sein kann, denn will ich nun eines Besseren belehren: Ich stehe in der Mitte des grossen Raums. Links und rechts von mir sind Hosen, T-Shirts, sowie Gurte, Schals und andere Accessoires liebevoll und gekonnt arrangiert.  Der Übergang von Kleidung zu den Wohnaccessoiren ist fliessend, in das grosszügige Geschäft strömt viel Licht und überall sind Elemente aus Holz zu entdecken, diese natürlichen Materialien umrahmen das Konzept des Raumes und geben ihm die wohlige und warme Atmosphäre  

Ich stehe mitten im „burn living“ und vor mir eines seiner Highlights – die Sonnenterrasse, welche mit unverbaubarer und unverkennbarer Sicht auf Chuenisbärgli, Fitzer, Wildstrubel, Lohner und Co. zu beeindrucken vermag. Gerade an diesem schönen Herbsttag mindestens einen Kaffee wert und so nehmen, je älter der Morgen wird, immer mehr Gäste auf der Terrasse Platz.img_0968

Unter dem Motto: „Einkaufen und geniessen mit Aussicht“ verwöhnt die Gastgeberin Désirée Burn Gäste und Kunden mit viel Passione und Amore und ist stets auf das Wohl des Kundes bedacht. In den ruhigen Minuten habe ich sie mit Fragen gelöchert und dabei verraten bekommen, dass es schon immer ihr Traum war, ein „Käffeli“ zu eröffnen und diesen Raum mit dieser Terrasse musste ich einfach ausnutzen – für ihr Café setzt sie dabei auf eine kleinere Karte, dafür auf gute Qualität. „Guter Kaffee musst du haben, wenn du am Ende des Dorfes bist“. Die Kleidungsstücke und Accessoires wählt Désirée Burn selbst aus – ganz nach ihrem Gusto und stets nur, was ihr persönlich gefällt. „Ich wähle immer Marken, die nicht so verbreitet sind – grosse und bekannte Namen bekommst du auf der ganzen Welt, dann müssen sie nicht auch noch in Adelboden vorhanden sein“. Zum Dekorieren der Schaufenster und Arrangieren der Kleider im Laden lässt sie sich von anderen Geschäften, Bildern und dem Internet inspirieren. „Professionell gelernt habe ich das nie und glaube mir: das Dekorieren dauert Stuuuunden“. 

Preislich variieren die Kleidungsstücke, und obschon im „burn living auch exquisite Einkäufe getätigt werden können, vermittelt Désirée und auch die Erscheinung des „burn livings“ authentische und ehrliche Bodenständigkeit. Bodenständig ist dann auch ihre Antwort auf meine Frage, warum ein Gast den unbedingt ihr Geschäft besuchen sollte, wenn er in Adelboden ist: „Niemand muss, wenn er nicht will – aber ich will nicht Werbung machen für mich selber, so bin ich nicht, ich habe freue, wenn es Kunden und Gästen bei mir gefällt“.

img_0971Diese Gastfreundschaft ist spürbar und so verwundert es nicht, dass es vor allem der Kontakt mit Menschen und die vielen Geschichten, welche man dadurch erzählen könnte, sind, für welche Désirées Herz schlägt.

 

Das „burn living“ –  bodenständig, authentisch und spürbare Herzlichkeit. Italianità, die Adelboden gut tut – und damit vom VogellisiBlog wärmstens empfohlen.  

 

 

 

Neulich am Wegesrand…

Soll noch jemand sagen, Take away kenne man nur in Bahnhöfen und urbanen Gebieten. Dieser Trend ist längst nicht mehr nur dem hektischen Stadtleben vorbehalten. Doch schaut selbst:

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Diese alpinen Take Away Kühlschränke sind oftmals entlang Wanderwegen oder bei Bauernhöfen zu finden. Ganz einfach ein Stück pures “Adelboden” kaufen und ein gewöhnlicher Spaziergang wird zur wahren Genusswanderung!

 

Happy weekend!

Mit den Augen eines Gastes

Letztes Wochenende bekam ich Besuch aus Zürich und nehme heute dich, lieber Leser mit auf das Abenteuer “Städter in den Bergen”. Nicht, dass ich nun ein lokal-patriotisches Loblied auf Adelboden singen möchte, nein. Vielmehr wurde mir wieder einmal bewusst, was wir als “alltäglich” und “gewohnt” einfach so hinnehmen. Mir wurden Dinge vor Augen geführt, an welche ich schon gar nicht mehr gedacht habe. Aber der Reihe nach:

Am ersten Abend gabs Kontrastprogramm: Die ruhige Dorfstrasse der Zwischensaison – zu viel Ruhe, hätte man meinen können, und ja es war schon sehr sehr ruhig so spät Abends – aber für Zürich-gewohnte Ohren war dies wohl extrem geräuscharm. Am nächsten Tag schickte ich meinen Besuch in den Haueter zum Z’Mittag. Und ich war verblüfft: die beiden rühmten das Essen so dermassen, dass wir kurz darauf die schmackhaften Wienerli bei Gempeler Fritz besorgen mussten – quasi als kulinarisches Souvenir. Trotz nassem Regenwetter liess ich es mir nicht nehmen, den beiden meine persönlichen Adelboden-Favourites zu zeigen: allem voran der Wasserfall und natürlich mein Namensvetter, der “Chälistii”. Nach etwas Bewegung in der Natur, gings abends in den Adler – der berühmte Velosattel sollte auch das “Unterländer” Herz erfreuen, das tat er dann auch und spätestens als wir beim Chäs Mani den Wildstrubel-Käse degustierten und meine Gäste beinahe einen ganzen Laib mit nach Zürich schleppten, fand ich mich ganz und gar in meiner Rolle als “Gastgeber im eigenen Dorf”.

Immer wieder wurde mir gesagt, wie freundlich wir “Bergler” seien, wie frisch hier oben alles sei (nicht nur die Luft) und wie willkommen sie sich fühlten. Dies machte mich sehr dankbar, hier leben zu dürfen und vor allem dankbar, dass mir dies wieder einmal bewusst gemacht wurde. Gastgeber sein bedeutet nicht, ein Hotel zu besitzen oder im Restaurant Touristen zu bewirten. Jeder in Adelboden kann dies sein. Es bedeutet viel mehr, den Dorfgedanken zu teilen, Gäste an unseren lokalen Gepflogenheiten und an unserem Alltag teilhaben zu lassen, unsere Naturverbundenheit einzubringen – Gastgebertum hat meiner Meinung nach viel mit Dankbarkeit zu tun. Schliesslich können wir stolz sein, auf all die Möglichkeiten, lokale Produkte zu beziehen und zu wissen, woher unser Essen kommt und auf die Gemeinschaft. Ein Dorf lebt, wenn die Gemeinschaft lebt, aber es lebt eben auch, wenn Gäste es beleben und wieder kommen – ein Leben lang.

 

 

Brunchhotspot: The Cambrian, wo Sinne aufeinander treffen

Was gibt es schöneres, als am Sonntagmorgen aufzuwachen im Wissen, dass man heute noch mächtig frühstücken kann? Nun, meiner Meinung nach hält sich die Vorstellung an etwas Schöneres in Grenzen! Ich bewege mich also mit einer ungewohnten Leichtigkeit, schliesslich ist Sonntag, aus dem Bett und mache mich bereit. In meinen Gedanken kursieren schon die verschiedensten Vorstellungen. Gipfeli, Käse, Saft, Müesli… Die Vorfreude ist gross.

Weiter geht es bei unserer Rubrik „Brunchhotspots“ mit dem Hotel The Cambrian wo man jeweils sonntags von 7 Uhr bis 12 Uhr brunchen kann. Nach kurzem Fussmarsch von zu Hause werden wir in der Eingangshalle freundlich begrüsst und sogleich ins Restaurant geführt. Dort wartet auch schon eine riesige Auswahl an leckeren Esswaren, soweit das Auge reicht! Wir staunen nicht schlecht, als uns mit unserem bestellten Kaffee auch gleich ein hausgemachter Smoothie mitserviert wird.

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Die Vorfreude steigt stetig, als wir einmal am ganzen Buffet entlang gehen, um zu sehen, was es hier überhaupt alles zum Geniessen gibt. Nicht nur das Essen sieht fantastisch aus, auch die Aussicht von unserem Tisch aus ist alles andere als schlecht. Trotz nicht allzu gutem Wetter sind alle Tische auf der Terrasse verständlicherweise besetzt. Das wunderschöne Bergpanorama trägt sicherlich seinen Teil zum Genuss-Brunch bei. So macht auch der Aussenpool unmittelbar neben der Terrasse einen „glustig“ auf einen schönen Wellness-Nachmittag.
Wir beladen unsere Teller mit allem möglichen… Lachs, Kernenbrötchen, Gipfeli, verschiedene Käsesorten, Speck, Dörrfrüchte und alles weitere, was sich bei der vielfältigen Auswahl auf einen Teller bringen lässt. Auch Süsses gehört dazu, Donuts und Apfeltaschen lassen unsere Schlechermäulchen-Herzen höher schlagen. Auch hier lässt sich alles rund um das Ei bestellen und wir in der Küche frisch zubereitet. Leider finden wir dafür keinen Platz mehr auf unserem Tisch. 😉

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Unser Fazit: Wer ein sehr vollständiges und äusserst schmackhaftes Frühstück geniessen will und dies absolut ohne Zeitdruck ist im The Cambrian richtig. Wo die Sinne aufeinander treffen: Bergpanorama, Gaumenschmaus und Wellness direkt beieinander! Ein gelungener Start in den Sonntag!


 

 

 

Im Land der Talismane

Mein Name bedeutet übersetzt «Sohn des Glücks». Insofern mache ich mir nie gross Sorgen, vom Pech verfolgt zu werden. Das muss aber auch niemand in Adelboden oder Frutigen. Hier wimmelt es nämlich nur so von Glücksbringern. Beispiele gefällig?

  • Da wäre einmal das vierblättrige Kleeblatt, das auf den hiesigen Weiden üppig gedeiht. Es soll besonders Reisende schützen, und es heisst, dass sein Besitzer ein Stück vom Paradies besitze. Na, wenn das nicht mal zwei schlagende Argumente für eine Feriendestination sind!
  • Und dann die Marienkäfer: Nur schon als Larve fressen die Insekten bis 3000 Läuse oder Spinnmilben. Da freut sich doch die lokale Landwirtschaft. Ausserdem sind die Winzlinge so knuffig, dass es keine Rolle spielt, wenn der krabbelnde Talisman gleich wieder in die Alpenluft entfleucht.
  • Apropos frische Luft: Dafür sorgt der Kaminfegermeister, und so einer wohnt in Frutigen. Ein weiterer Grund, glücklich zu sein. Jetzt nur nicht unter seiner Leiter durchgehen!
  • Aber gegen das Wandern ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Hier begegnen einem momentan vielleicht der Fliegenpilz oder die Mistel – ebenfalls zwei heisse Anwärter, um Fortuna auf unsere Seite zu ziehen.
  • Und wo wir schon im Wald sind, können wir uns auch gleich nach einer Hasenpfote umsehen. Hier sind die Anforderungen allerdings hoch: Besonders glücksbringend ist die linke hintere Pfote, und Meister Lampe sollte den Löffel möglichst an einem Freitag bei Vollmond und Regen auf einem Friedhof abgeben. Eigentlich kein Ferienprogramm.
  • Einfacher präsentiert sich die Sache da bei den Hufeisen: Wer sich eins über die Türe hängen will, soll sich einfach ans Pferdezentrum Frutigen wenden.

So, das wärs in etwa. In Sachen Glücksschwein empfehle ich noch ein Schnitzel auf Silleren. Nicht dass ich das nötig hätte. Aber so schmeckt das Glück eben.