Es wäre „Bubi Eifach“!

Wie langweilig so eine Wintersaison doch sein kann. Man kommt an einem Sonntagabend nach einem Wochenendausflug nach Hause, wirft sich aufs Sofa und schon soll der Abend gelaufen sein? Doch plötzlich kommt die erlösende Nachricht: „Chunnsch no i d Berna?“

Innerhalb kürzester Zeit war ich aufgestanden und bereit. Ich machte mich also auf den Weg zum Bernahof wo am Sonntag ein „Bubi Eifach“ Konzert stattfand. Das Konzert hatte schon begonnen. Ich dachte, dass es nicht einfach sein würde mich einzufügen und meine Freunde zu finden. Doch ich stürzte mich einfach ins Ungewisse und liess mich überraschen. Meine Sorgen waren auch total unberechtigt! In der Berna herrschte Bombenstimmung, die mich sofort mitriss. Meine Freunde musste ich nicht lange suchen. Ich entdeckte sie sogleich an vorderster Front. Ich zwängte mich durch die Leute um ebenfalls hautnah dabei zu sein.

Ich hatte „Bubi Eifach“ schon einmal miterlebt am Frutigmärit. Schon damals riss Bubi Rufener die Leute mit seiner unglaublichen Präsenz auf der Bühne mit. Doch dieses Mal war ich noch viel näher dran und man spürte wirklich, dass dieser Mann die Musik liebt. Bei seiner Musik kann man ganz sich selbst sein und man kann mit den Texten mitfühlen. Und was natürlich auch ein riesen Plus ist: Gratis Shots! Alles in allem würde ich sagen, jeder, der diesen Sonntagabend auf der faulen Haut verbracht hat, hat absolut etwas verpasst! Es wäre „Bubi Eifach“.

Fazit: Ein Wintersaisonabend auf der faulen Haut ist ein verlorener Abend!

 

 

Januar-Abstinenzler = unmöglich

Dienstag, 13.1.15, ich steige in den Zug, schnappe mir ein „Blick am Abend“, den anscheinend schon vor mir jemand gelangweilt durchgeblättert hat, um ihn schlussendlich trotzdem liegen zu lassen. Und auch ich blättere durch die Seiten, ohne einem Artikel grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Als ich die wahrlich uninteressante Zeitung schliesse und gerade wieder zurück auf den leeren Sitz neben mir werfen will, weckt ein interessanter Titel, der da heisst: „Die Alk-Pause bringts“, doch meine Aufmerksamkeit.
Obwohl ich meine Motivation einen Artikel zu lesen zuerst aus dem Keller holen muss, beginne ich den kurzen Artikel durchzugehen. Anscheinend haben irgendwelche Wissenschaftler einen Selbsttest durchgeführt, der darin bestand während des Monats Januar keinen Alkohol zu konsumieren. Und erstaunlicherweise führte dieser Selbsttest zu vielen positiven Ergebnissen, also wäre es keine schlechte Idee nach den ohnehin schon anstrengenden Festtagen, natürlich auch in Sachen Alkohol, einen Monat Pause einzulegen.
Nun, ich muss zugeben, ich musste schmunzeln während ich diesen Artikel durchlas. Sie fragen sich wieso? Gehen wir nochmal an den Anfang meines Texts. Es war der Dienstag nach dem weltberühmten Weltcuprennens am „Chuenisbärgli“ in Adelboden. Ich war immer noch geschwächt vom berühmten Skifest das jedes Jahr ein feuchtfröhliches Highlight darstellt. Und wie alle Jahre ging es auch 2015 nicht anders. Noch eine Runde… Noch ein Bier… Eine Runde Shots? Natürlich! Ich denke jeder der abstreitet, dass ihm solche Nächte bekannt sind, lügt. Und am Weltcup ist es natürlich doppelt schwierig, abstinent zu bleiben. Alle sind gut drauf. Man macht neue Bekanntschaften. „Open-End“ in den Bars. Es ist einfach immer wieder ein tolles Fest, das man einmal miterlebt haben muss!
Deswegen würde ich sagen: Liebe Wissenschaftler des „New Scientist“, es tut mir sehr leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ski- und Skifestfans wohl absolut unmögliche Januar-Abstinenzler sind.

Von Platzhirschen

Weltcup-Fazit 1: Eigentlich müsste es in Adelboden ja „Platzhirscher“ heissen. Denn haben Sie die Leistungen des Österreichers Marcel Hirscher am Chuenisbärgli verfolgt? 2012 zweimal Gold, 2013 einmal Gold, 2014 Bronze und Gold, 2015 Gold und Bronze. Eben.
Weltcup-Fazit 2: Platzhirsche müssen damit nicht zwingend vom jeweiligen Platz stammen. Nationalrat Albert Rösti (war auch am Rennen) wohnt als geborener Frutiger mittlerweile ja auch in Uetendorf. Und die Dorfrocker, die den Weltcup musikalisch umrahmten, stammen aus Bayern. Ich wiederum verfasse diese Bilanz zum Skizirkus in der Nähe der Stadt Bern.
Und wo hat der mobile Weltcuptross gerade seinen Platz? Ich schreibe diese Zeilen Mitte Woche, also müsste er sich nun etwa in der Mitte zwischen Adelboden und Lauberhornabfahrt befinden – das wäre Luftlinie dann etwa beim Tschingelsee im Kiental. Auch ein schöner Platz für Hirsche.

Russische Tage

Eben habe ich noch Doktor Schiwago im Fernsehen beobachtet, wie er episch durch den meterhohen Schnee der russischen Taiga stapft. Tja, Festtagsprogramm. Sowas konnte ich mir während der grünen Weihnachten nicht vorstellen. Und jetzt? Watteweiche Ruhe hat sich mit einem weissen Laken über die Landschaft gelegt, lautlos gleitet ein Wassertropfen einem Eiszapfen an der Dachrinne entlang, still kauert der Kolkrabe im überzuckerten Geäst. Minus 12 Grad. Tja, Doktor Schiwago, dazu muss ich nicht nach Sibirien reisen. Und so friedlich darf die Winterlandschaft bleiben. Bis eine fröhliche Kinderschar eine Schneeballschlacht entfesselt, bis sich endlich das Drahtseil des Skilifts aufwärts bewegt, bis der Schneepflug knirschend den Weg freiräumt – zur Piste, zur Loipe, zum Schlittenweg und zum Wanderweg. Und so lebendig darf es nun ebenfalls bleiben. Also nichts wie raus – die Fernbedienung meines Fernsehers ist vorhin ohnehin kaputtgegangen. Sorry, Doktor Schiwago, ich stapfe jetzt lieber selbst umher.

 

 

Vo Adelbodä

Die grosse Frage steht im Raum: Warum liebe ich Adelboden? Gute Frage! Warum komme ich jedes Mal wieder in dieses «Kaff» zurück um immer wieder dieselben Gesichter zu sehen? Um immer wieder in denselben Lokalen zu konsumieren? Eigentlich klingt es, wenn ich darüber nachdenke, tödlich langweilig. Nun, es hat schon seine Wahrheit. Eigentlich ist es immer dasselbe. Doch wie schlimm kann es sein? Denn es macht immer wieder Spass und es kommt immer etwas Neues dazu.

Aber das Schöne daran ist: Adelboden verbindet. Gerade in der Winterzeit trifft man sich hier wieder und man hat sich immer etwas zu erzählen, selbst die Einheimischen. Meiner Meinung nach ist Adelboden in vielerlei Hinsicht einzigartig. Doch finden Sie es selbst heraus!

Und nicht nur ich, auch das Vogellisi kommt ja «vo Adelbodä här». «Wenn i numä wüsst wo z Vogellisi wär…». Es ist ja schon fast weltbekannt, dass es sich irgendwo im schönen Adelboden befindet. Doch wo? Nun, ich habe sie schon erlebt die Anmut der Legende die unser Dorf verkörpert.

Finden Sie sie selbst.