Botschaften kann ich auch

Kürzlich war ja die US-Botschafterin Suzi LeVine einmal mehr in Adelboden zu Gast. In knapp einem Monat drehe ich nun den Spiess um und fliege selbst wieder über den grossen Teich. Why? Sicher nicht, um über das amerikanische Chaos zu wettern, das die winterlichen Schneestürme an der Ostküste öfters auslösen. Nein, wie LeVine werde auch ich in diplomatischer Mission unterwegs sein. Ich habe nämlich gerade gelesen, dass es um die Schweizer Auswanderer im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gar nicht gut steht.

Erdmann Schmocker, ehemaliger Präsident der «Swiss American Historical Society», warnte in einem «Swissinfo»-Interview: «Ich befürchte, dass die Schweizer Gemeinschaft in den USA in 20 Jahren komplett verschwunden sein wird.» Whaaat? Heute gebe es noch rund eine Million AmerikanerInnen mit Schweizer Wurzeln, während es vor 20 Jahren noch doppelt so viele waren. You must be kiddin’! Was wird dann aus lauschigen Orten wie «New Bern» in Nebraska? («New Adelboden» gibt es meines Wissens nicht.)

Diese Entwicklung ist äusserst bedenklich. Wenn ich also durch meinen US-Aufenthalt die Zahl der Eidgenossen drüben wenigstens kurzfristig etwas steigern kann, so tue ich das doch gerne. Vielleicht kann ich dabei ja gleich noch einen Mississippi-Dampfer auf den Namen «Blüemlisalp» taufen oder dafür weibeln, dass Käse nicht immer zwingend aus der Tube kommen muss. We’ll see.

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