Adlige Namen

«Oans, zwa, drai: Ja ds Oberland, ja ds Oberland, ds Berner Oberland ist schön.» Diese Version des Vogellisi-Lieds brilliert mit starkem Vorarlberger Akzent und stammt von der Partyband «Sturmfrei». Den Hit werden sie am Adelbodner Oktoberfest (14.–16.10.) garantiert zum Besten geben. Aber warum zelebrieren Österreicher in der Schweiz ein deutsches Fest? Da muss ich geschichtlich etwas ausholen:

Das Münchner Oktoberfest wurde erstmals 1810 anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese gefeiert. Dieser Ludwig aber war der Onkel der Prinzessin Elisabeth in Bayern, und die wurde später Kaiserin von Österreich. So, diese Verbindung wäre geklärt.

Und wo liegen die Parallelen zwischen München und Adelboden? Dafür nochmal zurück zur adligen Hochzeit 1810: Zur Feier fanden sich damals 40000 Zuschauer auf der Wiesn zu einem Pferderennen ein. 40000 Zuschauer, ein Rennen – klingelts? Das haben wir im Lohnerdorf auch jedes Jahr, nämlich am Weltcup. Im 19. Jahrhundert wuchs das Oktoberfest dann von Jahr zu Jahr. Kletterbäume, Kegelbahnen und Trachten kamen hinzu. Ich sage nur: Kletterturm Silleren, Bowling in der Sportarena, Trachtengruppe Adelboden.
Gut, nicht alles haben die beiden Veranstaltungsorte gemeinsam: Den Jahresumsatz von einer Milliarde Euro wie am Oktoberfest München werden wir wohl nicht ganz erreichen, aber hey: wir haben dafür Sturmfrei. Und «Adel-» im Dorfnamen.

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