Wenn ig nume wüsst, wo ds Vogellisi wär…ja, wo denn?

Das Vogellisi. Omnipräsent im Lohnerdorf. Weit über die Talgrenzen hinaus bekannt. Musikalisch verewigt. Sagenumwoben. All dies stellt das berühmte „Kräuterfraueli“ dar. Jeder meint, die Geschichte zu kennen,  jeder kann die musikalischen Strophen wiedergeben und jeder hinterfragt singend ihre Herkunft, doch wo lebte sie wirklich, die Frau mit dem grossen Wissen über Heilkräuter? Letztes Wochenende begab ich mich wandernd auf Spurensuche und wurde dank einem Ortskundigen fündig: Das Haus vom Vogellisi. Weit unter der Tschentenfluh auf einer Lichtung mitten im Wald und hoch über dem Dorf steht es, das „Heimetli“ in dem das Vogellisi angeblich gewohnt haben soll. Wie immer: Angeblich. Ich liess mir diese Aussage im Dorf zwar mehrmals bestätigen, allerdings jedesmal unter dem Vorwand: „also, ig ha gmiint“ und „schiins“. Warum wissen wir so wenig über diese Frau, welche unser Dorf so prägt? Warum werden über sie tausend Geschichten erzählt und dennoch ist sich niemand einig?

Ob Wirklichkeit oder Sage, ungeklärt bleibt Vieles, doch wo wäre Adelboden ohne sein berühmtes Lisi?

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.