… und alles Gute, Wanderer!

Letzte Woche habe ich den Transportunternehmen zu ihren runden Jubiläen gratuliert. Und dabei fast jene vergessen, die den Besuchern vor Ort die Richtung weisen: Den Verein Berner Wanderwege gibt es nämlich ebenfalls schon seit genau 80 Jahren. Auch dieses Fest tangiert mich persönlich. Nun ja, über 1600 Meter Höhe liegt derzeit teils noch zuviel Schnee. Aber ich bin bereit, meine Schuhe wieder zu schnüren.

Es ist schon interessant: Früher gingen nur die Armen zu Fuss. Heute fahren wir weite Strecken, um dann zu laufen. 4622 Kilometer signalisierten Wanderweg gibt es im Berner Oberland, alleine in Adelboden unterhalten die lokalen Wegmeister mehr als 200 Kilometer davon. Hunderttausende Franken investieren die Gastgeber jährlich in sichere Pfade, und tatsächlich ist das Risiko unterwegs äusserst kalkulierbar geworden.

Früher legten einem fehlerhafte Karten, ungenaue Wetterprognosen und ungesicherte Passagen Steine in den Weg. Heute müssen sich Wanderer noch mit Grundeigentümern, Bikern, Mutterkühen und Herdenschutzhunden arrangieren. Themen, die bei der Bewegung in der Natur noch ein gewisses Konfliktpotenzial haben, stammen also meist – aus der Kultur. Das ist gut. Denn ausserhalb der Zivilisation sollte es still bleiben.

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