Beiträge

Wenn nichts los ist ausser dem Wetter

Bekanntlich startet in Adelboden ja bald die Zwischensaison. Schon nach dem vermeintlichen Saisonende ist das im Winter so zahlreich besuchte Dorf, zu einem kleinen Geisterdorf geworden. Doch was machen, wenn nichts mehr läuft?

Zum einen ist es ja noch bis Anfang Mai möglich, das unglaublich schöne Frühlingsskifahren auf der Engstligenalp zu geniessen. Und falls man den Ski Anzug schon weit weit weg gepackt hat, lohnt es sich auch so, die Sonne auf dem Hochplateau zu geniessen (bitte aber das Eincremen nicht vergessen, liebe Leute).

Zum anderen bietet uns auch das Wetter in diesem Jahr einige spektakuläre Saltos und Pirouetten. Ist es nicht wunderbar zu beobachten, dass Blumen spriessen, sich dann wieder Schnee darüber legt, trotz Sonnenschein herrschen eisige Temperaturen. Das Wetter hat jeden Morgen eine Überraschung für uns parat.
Trotz all dem, freuen wir uns auf eine warme Zwischen- und danach eine vielseitige Sommersaison in unserem schönen Alpendorf. Darum unbedingt schon die Wanderschuhe eintragen, das Bike in den Service geben, die Badehose bereit legen, denn schon bald geht es los!

 

 


 

 

 

3600 Sekunden? Geschenkt

Kaum zu glauben — ist es wirklich schon ein halbes Jahr her, als ich mich über die Zeitverschiebung im Frühling ausgelassen habe? Naja, diesmal werde ich mich nicht beschweren. Schliesslich gewinnen wir ja eine Stunde, weil wir die Zeiger zurückdrehen. Eine Stunde. Was man in dieser Zeit alles anstellen könnte …

Ich könnte vom Sillerenbühl zum Hahnenmoospass schlendern, das käme in etwa so hin. Oder ich könnte auf der Driving Range auf der Engstligenalp um die 300 Bälle abschlagen. Das hingegen wäre ziemlich ambitioniert. Ich könnte auch die Folge von «SRF bi de Lüt» nochmals schauen, die sich ums «Wunderland im Engstligental» dreht. Mit Werbepausen auch etwa 60 Minuten. Oder wie wäre es mit einer Ganzkörpermassage im Wellnessbereich des Parkhotels Bellevue? Oder mit einer Führung durchs Tropenhaus unter dem Motto «Spezifische Energiethemen und Nutzung»? Dauert beides auch zirka 3600 Sekunden.

Hmm … Aber vielleicht drehen Sie sich am 25. Oktober ja lieber noch einmal um in ihrem weichen, warmen Hotelbett. Eine Stunde länger schlafen hat ja auch seinen Reiz. Und seine Zeit.

Hallo, und bitte recht freundlich!

Liebe Vögeli und die, die es noch werden wollen,

Vielleicht hat der ein oder andere in letzter Zeit bereits auf die Blogger-Seite geluschert und dort einen neuen Namen entdeckt. Und jetzt greife ich auch endlich aktiv ins Geschehen mit ein. Doch anders als bei meinen lieben Schreiber-Kollegen wird meine Waffe der Wahl nicht die Feder, sondern die Fotokamera sein. Daher werde ich hier statt Worten lieber Bilder sprechen lassen. An geeigneten Motiven mangelt es unserem schönen Bergdörfchen mit Sicherheit nicht. Zwar bin ich nicht mehr Vollzeit-Adelbodner, doch den Blick für die schönen Dinge hier habe ich nicht verloren. Und ich werde mir Mühe geben sie alle für euch einzufangen und euch Adelboden und seine Menschen etwas näher zu bringen.

Gerade jetzt wo die Sommersaison ansteht und sich die Temperaturen in wuchtige Höhen schrauben, gibt mir diese Aufgabe die Gelegenheit die Hitze der Stadt hinter mir zu lassen und zurück ins Vogellisital zu fliehen. Zwar hat Bern das Marzilibad, doch bis man dort angekommen ist hat einem die Sonne bereits geschmolzen und das Panorama kann auch nicht mit unserem schönen Gruebi-Bad mithalten. Und auch ein kühles Apéro geniesst sich besser mit Aussicht und einer kleinen Bergbrise um die Nase. Wo also lässt sich der Sommer schöner verbringen als in Adelboden?

Wasserschloss 2.0 oder: der König der Engstligen!

Die Gewalt des Wassers hat die Schweiz in den letzten Tagen auf Trab gehalten, und dass die braungefärbte Engstlige sich zum wild tobenden Bergbach entwickelte, liess glatt vergessen, dass deren Ausgangspunkt normalerweise durchaus harmonischer und eindrucksvoller ist, denn…

…von Weitem hört man das Rauschen und Donnern der Wassermassen, tosend sucht er seinen Weg ins Tal. Ein Weg, der durch und über die Felswände hinaus führt und derart markant und exponiert ist, dass man ihn vom ganzen Dorf her sieht.

Die Rede ist von den Engstligfällen, die zusammen mit dem Wildstrubel eine Kulisse bilden, die gerne auch als “der schönste Talabschluss der Welt” betitelt wird. Hoch oben, über dem Engstligenbach thront er, der König. Die Fälle stürzen gut 600 Meter in die Tiefe und sind so die zweithöchsten Wasserfälle der Schweiz. Das Naturschauspiel, welches bereits 1948 unter Naturschutz gestellt wurde, ist ein wahrer Kraftort, der wirklich ein Besuch wert ist (die Aussichten auf die nächsten Tage sind ja durchaus sonnig).

Ach übrigens, ganz in der Nähe der Engstligfälle ist auch der sagenumworbene Chälistii versteckt:

“Wiischt wan dr Chälistii ischt? We mu inhi giiht, rächter Hand vam Stuub (Wassefall). Da liit e hushöija Stii, va z’oberischt bis z’underischt gschpaltna. Inischt ischt er ganza gsi. Da hiigen am helige Sunntig d’Lüt uf mu tanzet u g’horet u g’holejet ol vilichter nuch gschpilt u gfluechet. Du fa’jis a blickene u dundere u sigi uf ds mal ganz stockfiischter worden u due gäbi’s en grüseliga, schützliga Chlapf grad z’mitts i Stii u dä ischt varenandere ghit, u vann den ewägg hiigi er dä Chlack!”

 

Es tut sich was!

Liebe Blog-Community

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, bin ich (Chälistii) neu hier. Bin also quasi das vierte Vögeli, welches von nun an von Lisis Schultern ein paar Blogs zwitschert, beziehungsweise schreibt.

Obwohl momentan nur Weekend-Adelbodner, möchte ich euch das Vogellisidorf aus einheimischer Vogelperspektive näherbringen und denke, dass gerade jetzt zu Beginn der Nebensaison, das leere Adelboden ein paar Posts mehr vertragen kann. Mit Insider aus dem Bergdorf, werden hoffentlich Sie, liebe BlogleserInnen, gluschtig auf die bevorstehende Sommerzeit in Adelboden.

Apropos Nebensaison:

Wenn die Wiesen langsam grüner werden und der Schnee sich verabschiedet, kehrt Ruhe ein in Adelboden. Hotels, Restaurants und Bergbahnen schliessen dann ihre Pforten, Gäste reisen ab und zurück bleibt eine menschenleere Dorfstrasse. Stille kehrt ein, es herrscht normalerweise Ruhe vor dem Sturm… normalerweise.

Nicht so, aber in diesem Jahr, denn es wird gebaut: am Dorfeingang wurde das alte Gemeindehaus abgerissen und das Hotel Adler gleich nebenan baut um und vergrössert sich. Auch an weiteren Ecken von Adelbodens Flaniermeile wird gewerkelt, geputzt und renoviert, natürlich immer unter Zeitdruck, damit – wenn die Sommersaison in Juni startet – alles wieder in neuem Glanz erstrahlt und der Bergsommer kommen kann.

Bis dahin versorgen wir Sie weiter mit stürmischer Lektüre aus Vogellisis ruhiger Feder.