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… und die übernächsten Schritte

Ich habe ja schon im letzten Post vom Wert guter Vorbereitung gesprochen (es ging ums Wandern). Heute bleibe ich beim Thema, spanne den Bogen aber etwas weiter. Denn selbst mit einer halben Tube Sonnencreme im Nacken, einem neuen Rucksack und dem Wanderpass (Vorverkaufsstart 7. Mai) ist die neue Saison noch nicht fertig aufgegleist.

Diese Wochen gehören natürlich den Revisionsteams, welche die Bergbahnen auf Herz und Nieren prüfen. Diese Wochen gehören auch den Sennen, welche die kommende Alpzeit planen (die Bärgrächnig findet am 1. Juni) statt. Das ist alles recht weitsichtig und lobenswert. Richtig raffiniert wirds aber erst, wenn die letzten Zeichen des letzten Winters genutzt werden, um bereits den nächsten vorzubereiten.

Zu den Weitsichten gehört Dario Cologna, der diese Woche auf der Engstligenalp Langlauf trainiert. Dazu gehört Reto Däpps Team, das auf der Tschentenalp 24’000 Kubikmeter Schnee für herbstliche Pisten eingelagert hat. Diese Beispiele von Frühlings-Langlauf und Snowfarming zeigen, dass es Zukunft haben kann, etwas zu bewahren. Es zeigt, dass der Winter den Sommer überdauern kann, gespeichert in Muskeln, zugedeckt unter Matten. Das wird übrigens ja auch jeder einsehen, der in der Hitze an einem kühlen Glacé schleckt.

Wo sogar das Vogellisi mittanzt

Ruhig, ausgeglichen, imposant und majestätisch. So würde ich das Unter dem Birg und die Aussicht auf den Engstligen Wasserfall normalerweise beschreiben. Für das Wochenende vom 7. und 8. Juli – dem legendären Vogellisi-Wochenende – muss ich meine Wortwahl wohl etwas anpassen: belebt, laut, aufgeregt und bodenständig.

Als ich losfahre in Richtung Unter dem Birg, bin ich nervös und sehr gespannt, was auf mich zukommen wird. Ich wirke an diesem Wochenende als Helfer am Festival. Ich gehe davon aus, dass mich erst einmal Hektik erwartet, bis alles organisiert ist und jeder an seinem Platz steht. Dort angekommen stelle ich fest, dass von Stress nicht die Rede sein kann. Alle wirken gelassen. Es scheint, als überstrahle die Vorfreude alles. Und diese steigt bei mir stetig.

Nach einigen kurzen Anweisungen, Erklärungen und nach Bezug von einem „flotten“ Helfer T-Shirt trudeln bereits die ersten Gäste ein. Wahrscheinlich hat das Unter dem Birg auf diese abgefärbt. Alle wirken ruhig und ausgeglichen.

Das Line Up, das uns erwartet, ist aber alles andere als ruhig. Bald darauf geht’s endlich los. Der aus Adelboden stammende Sänger und Multiinstrumentalist Andi Allenbach eröffnet als ND Turn das 10. Vogellisi Festival. Nach diesem Startschuss, geht’s rund. Nach The Souls und Lovebugs sorgen Hecht und Troubas Kater für tolle Stimmung im Festzelt. Wenn man zwischendurch eine kleine Stärkung braucht, gibt es am Foodstand direkt hinter dem Festzelt wunderbare Gerichte, sowie unglaublich köstliche Nussgipfel. Das Festgelände ist klein aber oho! Die vielen bekannten Gesichter machen die Stimmung schon fast ein wenig familiär. Mit vielen Wiedersehen und guten Gesprächen geht es bereits am Freitag bis in die Früh.

Doch am Samstag ist Ausschlafen für mich kein Thema. Bereits um 12.30 Uhr stehe ich wieder im Unter dem Birg, bereit für meinen nächsten Einsatz. Alle, Helfer als auch das OK, sehen bereits ein wenig mitgenommen aus. Doch wie schon am Freitag scheint die Vorfreude auf den zweiten Tag und die weiteren Konzerte alles zu überstrahlen. Gut gelaunt öffnen sich die Tore des Geländes pünktlich wieder und dann geht’s auch schon weiter im Text: Steve Hophead, Chubby Buddy, Chica Torpedo, Halunke, Dabu Fantastic, Züri West Chlyklass und zum krönenden oder besser gesagt tanzenden Abschluss Klischée. Diese heizen der Menge zu später Stunde noch einmal so richtig ein. Wohin ich schaue, alle tanzen. Diese Energie und Dynamik ist atemberaubend und auf jeden Fall ansteckend. So tanzen wir alle ins Party-Zelt direkt nebenan. Und ich kann mir gut vorstellen, dass sogar das Vogellisi selbst irgendwo ausgelassen mittanzt…

Ich schaue auf ein abwechslungsreiches, lustiges, unterhaltsames und fantastisches Wochenende im normalerweise so ruhigen Unter dem Birg zurück. Friedliche Leute, tolles Wetter (mehrheitlich), motivierte Helfer und mitreissende Musik. Das Festival am Ende der Welt war definitiv ein voller Erfolg. Ich war zum ersten Mal dabei, aber bestimmt nicht zum letzten Mal!

Bilder © Yannick Brunner; Vogellisi Festival

Weitere Bilder, News und Infos unter http://www.vogellisifestival.ch/news.html

 


 

 

 

Das Festival am Ende der Welt

Zähle doch einmal alle Festivals der Schweiz auf, die Du kennst. Ich bin mir sicher, dass da alle grossen Namen wie Gampel, Frauenfeld, St.Gallen, Greenfield, Gurten usw. fallen. Doch ein kleines Festival wird wohl nicht so oft aufgezählt. Von welchem ist wohl hier die Rede?

Klein aber oho! So würde ich das Vogellisifestival in Adelboden bezeichnen. Das zweitägige Festival am schönsten Ende der Welt, oder auch im Unter dem Birg nahe dem spektakulären Wasserfall, zieht jeweils mehr als 2‘200 Besucher ins schöne Berner Oberland. Gute Musik, gut gelaunte Leute und eine ausgelassene Stimmung, mehr ist nicht nötig um ein gelungenes Fest zu feiern. Und Feste feiern, das können die Oberländer, soviel ist klar!

Obwohl dieses Jahr bereits die 10. Ausgabe vom Vogellisi stattfindet (alle zwei Jahre 2001-2007; 2013; 2015), ist es mir bis lange nicht gelungen, einmal dabei zu sein. Schande! Umso mehr freue ich mich darauf, wie ich mich noch selten auf etwas gefreut habe. Endlich kann ich dabei sein, wenn im heimeligen Engstligtal vor imposanter Kulisse die Fetzen fliegen. Einen Eindruck kannst auch Du Dir verschaffen. Unter http://www.vogellisifestival.ch findest Du alles von News über Tickets bis zur Geschichte des Festivals. Und das diesjährige Line Up lässt sich definitiv sehen! Neben Hecht, Lovebugs und Züri West werden weitere tolle Acts die Bühne dem Publikum so richtig einheizen.

Ich werde dabei sein, und später über das Festival berichten. Jedoch wäre es schade, nur darüber zu lesen! Viel besser wäre, Du sicherst Dir jetzt Dein Ticket und bist am 7. und 8. Juli live dabei, am Festival am Ende der Welt. Wir sehen uns dort! Cheers!

 


 

 

 

Sommer on the rocks

Was habe ich die letzten Tage geschwitzt wegen der Hitze! Da hilft nur Eis. Blöd nur, wenn der Vorrat an gefrorenen Wasserwürfeln alle ist – und das gilt nicht nur fürs Gefrierfach.
Heute lese ich in der Zeitung, noch nie sei auf dem Wildstrubel um diese Jahreszeit so wenig Schnee gelegen wie 2017. Das gibt zu denken. Die letzten beiden Male, wo ich diesen Gipfel bestieg – einmal mit Steigeisen, einmal mit Schneeschuhen –, lag jedenfalls nicht wenig der weissen Pracht. Aber das ist auch schon eine Weile her.
Auch sonst hat sich die Eisdecke im Lohnerdorf ausgedünnt: 5 Spieler haben gerade das Kader des EHC Adelboden verlassen.
Und die Schmelze geht weiter. Drittens ist nämlich auch Marc Furrer, seines Zeichens Präsident von Swiss Ice Hockey, letzte Woche zurückgetreten. Immerhin besitzt der Solothurner meines Wissens noch eine Ferienwohnung in unserer Destination. Damit dürfte er dem Eis trotzdem noch die Treue halten. Swiss-Ice-Hockey-CEO Florian Kohler twitterte immerhin zu Furrers Abschied: «Danke für vier Jahre Zusammenarbeit, Marc. Bald darfst du hemmungslos den EHC-Adelboden-Schal tragen.» Gut gesagt. Bei diesen Temperaturen würde ich damit allerdings noch eine Weile warten …

Ab ins Freie

Endlich ist der Sommer ganz nah. Wir können ihn teilweise auch schon spüren. Die Temperaturen steigen, der Schnee schwindet langsam dahin, die Tage sind länger und am Morgen muss man auch nicht mehr bei Dunkelheit das Haus verlassen.

Solch wunderbare Tage wollen gut genutzt sein und noch viel mehr wollen das die Abendstunden. Mein Tipp: Schnappt euch eine Bratwurst, eine Grillschnecke oder sonst was, einige Freunde und macht euch auf den Weg zu einer schönen „Brätlistelle“. Von diesen gibt es in Adelboden nämlich so einige. Und was kann es schöneres geben, als mit Freunden am Feuer zu sitzen, seine Wurst mit einem Stecken ins Feuer zu halten und Pläne für den Sommer zu machen. So verbringt man sicher einen gelungenen Abend oder auch Tag. Falls man bereits auf den Wanderwegen unterwegs ist, begegnen einem unterwegs vielleicht auch die eine oder andere Möglichkeit, sich an ein Feuerchen zu setzen. Oder wie wäre es mit einem schönen Picknick im Freien.

Also los, macht euch auf die Socken! Ab ins Freie!