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The real deal für Freizeit-Inuit

2. Februar, Engstligenalp 130 cm Schnee, in gut drei Wochen endet die Anmeldefrist für das 5. Iglufestival. Sie denken jetzt vielleicht: «Das geht ja noch lange, da hat es sicher noch viel Platz.» Ich selbst erinnere mich an eine kalte, einsame Nacht, die ich mit meinem Bruder einmal in einem Iglu verbracht hatte. Stimmt, da hatte es noch viel Platz rundum. Aber die Aktion ist 25 Jahre her, und die Schneekuppel stand vor unserer Haustür, nicht auf 2000 m ü. M. und im Scheinwerferlicht der internationalen Medien.

Internationale Medien? Ja, ich darf kurz zitieren: Das Luxemburger «Tageblatt» schrieb gerade von  den «magischen Igluwelten» auf der Hochebene oberhalb von Adelboden. Dort «gibt es neben Pisten und Loipen zahlreiche weitere einzigartige Attraktionen.» Der englische «Guardian» berichtete über das letztjährige Festival unter dem Titel «Block rockin‘ feats»: «While fancy igloos have become popular as overnight options in ski resorts, the Igloo Festival is a chance to build and sleep in the real deal.» Auch auf «4-Seasons», einem deutschen Portal für Globetrotter, wird über die «Freizeit-Inuit» berichtet, die auf der Engstligenalp nach vollendetem Werk draussen anstossen: «Es geht doch nichts über einen Schlummertrunk auf der Terrasse.» Und schliesslich möchte ich noch kurz den Reise- und Lifestyle-Fotografen Tom Fakler zitieren, der seine Teilnahme am Festival im internationalen Blog «Anita’s Feast» folgendermassen zusammenfasst: «It was a creative, colorful weekend in the mountains – and yes, this is an igloo!»

Mit diesem Kommentaren im Rücken darf man davon ausgehen, dass auch die fünfte Ausgabe des Iglufestivals ein grosses mediales Echo erzeugen wird. Also nicht sooo viel Platz rundum. Fazit: Anmeldung bis 26. Februar. Anlass: 12.-13. März 2016.

Fit wie ein Vogel

Unser Furggi kam letzte Woche in den Genuss, des Gleitschirmpiloten- Daseins. Wie Du, lieber Leser, seinem Blogpost entnehmen kannst, fühlte er sich dabei „Frei wie ein Vogel“…apropos Vogel:

Der einheimische Gleitschirmpilot Chrigel Maurer ist auch bekannt als „Adler von Adelboden“. Er gewann die Red Bull X-Alps vier Mal in Folge. Dieser internationale Wettkampf gilt als der härteste Gleitschirm- Wettkampf der Welt da er über mehrere Tage ohne Pause und Erholung geht. Der Wettbewerb hat den Status einer „inoffiziellen Weltmeisterschaft“.

Auf der Seite von Adelboden Tourismus, gibt der trainingserfahrene Maurer, seine Fitnesstipps weiter. Für euch, liebe Blogleser, habe ich seine vier erwähnten Trainingsmethoden ausprobiert:

  1. Einbeinstand (eine neue Dimension des Zähneputzens)
  2. Rumpfmuskulatur (Planking vor dem Fernseher)
  3. Winterwandern / Joggen (Meine Empfehlung: Wanderweg entlang der Engstligen ins Unter dem Birg oder auf dem Vita Parcours ins Bärgläger
  4. Erholung (toller Tipp – auf zum Wellness im Solebad im Parkhotel Bellevue)

Die Bewegungstipps in voller Ausführung und mit Bildern findet ihr bei Adelboden Tourismus

Kreatives Adelboden, Teil 2: Bäckerparadies und Geniesser-Adresse an der Dorfstrasse

Die Nebensaison meint es gut mit Adelboden: nebst Prachtswetter, dem Indian Summer gibt es diese Woche ein weiteres Highlight für Einheimische und Gäste und wer denkt, Adelboden lege sich im November schon mal vorzeitig in den Winterschlaf, der irrt: Die Pforten der Bäckerei Schmid sind aufgegangen. „O gugg – ds Tearoom Schmid isch umhi offe“ , ziert als Slogan die neue Speise- & Getränkekart. Der Vogellisiblog hat für Dich, lieber Leser, den wiedereröffneten und neugestalteten Bäckertempel erkundet und den Besitzern Nadja Bieri und Marc Schmid ein Wenig über die Schultern geschaut und auf den Zahn gefühlt:

Ein kühler, klarer November Morgen in Adelboden. Die Sonne versteckt sich noch hinter dem Lohner, doch auf der Dorfstrasse herrscht schon reges Treiben. So auch in der Bäckerei Schmid. Nach monatelangen Bauarbeiten und einem intensiven Endspurt, wurde diese Woche die Ladentüre wieder aufgemacht. Für die Besitzer Nadja und Marc eine Genugtuung.

Ein sattes, warmes Orange, welches sich durch das ganze Lokal zieht, prägt das Design und ist ein wahrer „Eyecatcher“, der förmlich dazu einlädt, in die Bäckerei hereinzutreten. Gekonnt wurde die moderne Ausstattung mit nostalgischen Elementen ergänzt, der rustikale Charme sollte etwas erhalten bleiben, und so entstand ein Mix zwischen modernstem Design und rustikalen Elementen, wie einer alten Kommode für Marcs Whiskeysammlung oder einem Werkbank, auf dem hausgemachte Güetzli und andere Köstlichkeiten ihren Platz gefunden haben.

Ich setze mich in einen der orangen Ledersessel, der neu vorhandenen Lounge Ecke. Beste Aussicht auf das morgendliche Geschehen im Dorf. Bald strömen die ersten „Gelben“ bereits zum Znüni ins Tearoom, Einheimische treffen sich zum Kaffeeschwatz, an der Ladentheke hat man alle Hände voll zu tun und auch viele neugierige Bekannte kommen mit Glückwünschen vorbei. Nadja und Marc sind sehr gefragt an diesem Morgen, dennoch nehmen sie sich Zeit, ihre Passion mit dem Vogellisiblog zu teilen.

Was hat geändert? Was bleibt?

Weiter Bestandteil ihres Tearooms bleibt die eigene hausgemachte Kaffeemischung, welche immer noch nach Rezept von Marcs Urgroßvater geröstet wird. Das Brotsortiment wurde erweitert: nebst Basler- Walliser-, Tessiner- und vielen weiteren Brotsorten bietet er fort zu auch eine saisonale Kreation aus der Backstube an. Momentan aktuell: ein herbstliches Marronibrot. Auch will er, ein Teil seines Handwerkes von der Backstube ins Ladenlokal verlegen, gegen die Adventszeit werde es vermutlich die Lebkuchenproduktion sein. „So hat unsere Kundschaft einmal die Möglichkeit, zu sehen, wie viel Handarbeit und Zeit ins „Läbchüechelä“ investiert wird“.

Ein weiterer Hingucker: Das Teeregal mit einer riesen Auswahl an offenen Teemischungen. Das neu umgebaute Tearoom Schmid lädt zum Verweilen ein, sei es für ein ausgiebiges Frühstück, ein Mittagessen oder einen Aprés-Ski-Drink in gemütlichem Ambiente: bei Nadja und Marc und ihrem rund 10-köpfigen Team sind Jung und Alt herzlich willkommen.

Was ich unbedingt noch erwähnen solle, frage ich die beiden. Natürlich, die offizielle Wiedereröffnung, welche am Samstag 14. November gefeiert wird. Auf die Gäste warten viele Attraktionen, wie frischgebackenes Holzofenbrot und die Möglichkeit einem Kaffeeröster über die Schultern zu schauen.

Gross ist das Funkeln in den Augen der Beiden, wenn sie von ihrem „neuen“ Juwel sprechen, beeindruckt von so viel Leidenschaft und Enthusiasmus verlasse ich das Ladenlokal.

Goldig ist der angebrochene Tag im Spätherbst, der Vogellisiblog wünscht den beiden mit Jungunternehmern eine ebenso goldige Zukunft und alles Gute an der Dorfstrasse 45. Oder wie Nadja und Marc selber sagen: „Wir sind nun in der vierten Generation da und wollen versuchen, unseren Platz an der Dorfstrasse neu zu beleben“.

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Kreatives Adelboden, Teil 1: Briefe aus der „Hiimat“

Berühmt und wohl in aller (einheimischen) Munde: „Es grudlet äs Gräbli“. Dieses Gedicht erschien in der ersten Nummer des „Heimatbriefs“ im Jahre 1947. Die Pioniere und die Herausgeber waren damals der Bodenschullehrer Christian Aellig und dessen Sohn Jakob.

Sinn und Ziel wurden damals wie folgt definiert:

«… die uns von Gott anvertraute irdische Heimat besser zu hüten, schöner zu gestalten, kräftiger zu ehren. Unsere Heimatbriefe wollen dieser Erkenntnis festen Ausdruck verleihen. Sie möchten anregen zu altem, bodenständigem Sinn, der das Gute vom Neuen für unsere Berggegend passend und würdig verwendet, ohne dabei das heimatlich Überlieferte wahllos preiszugeben … Unsere Briefe entsprechen einem Bedürfnis vieler aus allen Geschlechtern, Bäuerten, Berufen, Parteien und religiösen Gruppen des Tales …»

Während Jahrzehnten war Jakob Aellig Redaktor der Briefe. Im Jahr 2009 erschien die Nummer 70 des Hiimatbriefes. Sinn und Ziel haben sich bis heute kaum geändert. Jedoch versucht das Redaktionsteam aktuelle Themen und Probleme anzusprechen.

Der Hiimatbrief ist politisch und konfessionell unabhängig. Um die Unabhängigkeit zu wahren, wurde bis heute bewusst auf einen Inseratenteil verzichtet.

Der Hiimatbrief wird allen Gemeindegliedern automatisch zugestellt. Interessierte ausserhalb der Gemeinde (Schweiz, Ausland) können den Brief auf Anfrage hin ebenfalls beziehen (gegenwärtig sind es 415 Personen).  Heute ist der Hiimatbrief in die Stiftung Dorfarchiv integriert.

Der Hiimatbrief ist wichtiges Wissensgut, welches hoffentlich noch viele weitere Jahre Teil des Lohnerdorfs bleibt. Ein grosser Verdienst, viel Pioniergeist und ein Schatz, welcher es zu bewahren gilt

 

Mehr Infos zum berühmten Hiimatbrief findest du unter:

Quelle: https://hiimatbrief.wordpress.com