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Mehr Experten braucht die Ski-Welt

Während ich diese Zeilen schreibe, haben die Spezialisten der FIS gerade die Schneeverhältnisse am Chuenisbärgli kontrolliert: Grünes Licht für den Weltcup lautet das Urteil. Also erhöht sich nicht nur die Vorfreude auf den Jahreswechsel, sondern auch auf Slalom und Riesenslalom. Doch wie beurteilen die Skifahrer selbst die Strecke? Das Weltcup-Team hat dazu bereits diverse Cracks im Vorfeld interviewen lassen – hier einige Auszüge:

«Man muss schauen, dass man Tempo mitnehmen kann», beurteilt etwa Carlo Janka den Start. Der Mittelteil dagegen «hängt in Fahrtrichtung rechts weg (…). Das verlangt eine saubere Fahrweise.» Dem schliesst sich Altmeister Bernhard Russi an: «Wenn du Linkskurven nicht beherrschst, hast du in Adelboden keine Chance.» Und was ist mit dem berühmt-berüchtigten Zielabschnitt? «Das ist das grosse Tüpfelchen auf dem i», schwärmt wiederum Janka. «Das macht es zu einer unglaublichen Sache», stimmt dann noch der Berner Slalom-Crack Luca Aerni ein.

Neben FIS und Ski-Elite gibt es aber noch eine dritte «Expertengruppe», welche die Weltcup-Originalstrecke aus eigener Erfahrung kennt: Die Laien. Wir alle. Auch wenn der Skizirkus nur kurz Halt macht im Lohnerdorf, bleiben ein Starthäuschen, Lichtsensoren und Kameras nämlich während der restlichen Saison vor Ort. Beim Weltcup Skimovie bekommen so auch Amateure Gelegenheit, sich dort in voller Fahrt filmen zu lassen, wo zuvor ein Marcel Hirscher seine Spuren hinterlassen hat. Die Tipps der Profis sollten sich die Rookies trotzdem zu Herzen nehmen – schliesslich findet das aufgezeichnete Video sicher viele Zuschauer (wenn vielleicht auch nicht gerade 40000).

The real deal für Freizeit-Inuit

2. Februar, Engstligenalp 130 cm Schnee, in gut drei Wochen endet die Anmeldefrist für das 5. Iglufestival. Sie denken jetzt vielleicht: «Das geht ja noch lange, da hat es sicher noch viel Platz.» Ich selbst erinnere mich an eine kalte, einsame Nacht, die ich mit meinem Bruder einmal in einem Iglu verbracht hatte. Stimmt, da hatte es noch viel Platz rundum. Aber die Aktion ist 25 Jahre her, und die Schneekuppel stand vor unserer Haustür, nicht auf 2000 m ü. M. und im Scheinwerferlicht der internationalen Medien.

Internationale Medien? Ja, ich darf kurz zitieren: Das Luxemburger «Tageblatt» schrieb gerade von  den «magischen Igluwelten» auf der Hochebene oberhalb von Adelboden. Dort «gibt es neben Pisten und Loipen zahlreiche weitere einzigartige Attraktionen.» Der englische «Guardian» berichtete über das letztjährige Festival unter dem Titel «Block rockin‘ feats»: «While fancy igloos have become popular as overnight options in ski resorts, the Igloo Festival is a chance to build and sleep in the real deal.» Auch auf «4-Seasons», einem deutschen Portal für Globetrotter, wird über die «Freizeit-Inuit» berichtet, die auf der Engstligenalp nach vollendetem Werk draussen anstossen: «Es geht doch nichts über einen Schlummertrunk auf der Terrasse.» Und schliesslich möchte ich noch kurz den Reise- und Lifestyle-Fotografen Tom Fakler zitieren, der seine Teilnahme am Festival im internationalen Blog «Anita’s Feast» folgendermassen zusammenfasst: «It was a creative, colorful weekend in the mountains – and yes, this is an igloo!»

Mit diesem Kommentaren im Rücken darf man davon ausgehen, dass auch die fünfte Ausgabe des Iglufestivals ein grosses mediales Echo erzeugen wird. Also nicht sooo viel Platz rundum. Fazit: Anmeldung bis 26. Februar. Anlass: 12.-13. März 2016.

Das Jahr startet mit Bestnote 6

2016 ist nicht nur eine Zahl, die aktuelle Endung 6 steht zugleich für viele Neuerungen im Tal. Ich brauche mich nur mal kurz umzusehen, und die Ziffer 6 springt mich eigentlich überall wie von selbst an. Nehmen wir nur die Engstligenalp: Da hat es momentan 60 Zentimeter Schnee, und 6 von 6 Anlagen sind geöffnet.

Oder schauen wir einmal, wie sich 2016 zahlenmässig im Dorf Adelboden auswirkt: Am 6.1. startet im Kino Rex der Film «Schellen-Ursli». Gut 6 Millionen Franken hat dessen Produktion gekostet. Tags darauf wird «Die Peanuts» gezeigt – in diesem Streifen gehts um eine 6-köpfige Rasselbande. Neu gibt es auch mehr Abendfahrten auf die Tschentenalp, und ja, die Bergbahn fährt dabei Mittwoch bis Samstag ab 6 Uhr abends.

Und dann erst der Weltcup: Das 60-Jahre-Jubiläum findet natürlich wieder auf der bis 60 Grad steilen Piste am Chuenisbärgli statt. Dabei darf der Glückszahl ebenfalls vertraut werden: 1966 standen beim Riesenslalom mit Willy Favre und Edmund Bruggmann schliesslich grad zwei Schweizer auf dem Podest. Sie sehen: Auch hier ist die 6 einfach grandios vertreten.

Schlussendlich wage ich auch noch den Blick talabwärts Richtung Tropenhaus Frutigen: Hier hat gerade «Moringa» Saison, das ist der sogenannte Meerrettichbaum. Unnötig zu erwähnen, dass das exotisch-gesunde Gewächs jeweils 6 Prozent Protein und Vitamin A enthält. Degustieren sorgt also für Muskeln und schöne Haut. Das trifft sich gut: Die 6 wird in der Mathematik nämlich auch «Kusszahl» genannt.

Haut rein!

Wie schon von Furggi erwähnt ist noch einiges los in Adelboden, sogar in der Zwischensaison. Kein Grund also seine freie Zeit nicht hier zu verbringen. Des Weiteren gibt es eine Sensation! Unser liebes „Rösi“ bekommt einen neuen Geschäftsführer. Und mit ihm kommt vielleicht auch etwas neuer Wind in unser eher schon verkümmertes Lokal. Die Tische stehen draussen, drinnen stehen Staubsauger Besen usw. Es wird geputzt, geputzt und geputzt! Schon in 3 Wochen feiert das „Rösi“ dann seine Neueröffnung. Meiner Meinung nach ist das definitiv ein Event, der auf keinen Fall zu verpassen ist! 🙂

Trotz allem, da muss ich ehrlich sein, kann Adelboden in der Zwischensaison doch eher langweilig sein. Keine Leute im Dorf, keine Leute im Ausgang… einfach keine Leute. Deswegen verziehe ich mich mal an einen Ort wo es bestimmt Leute haben wird. Zumindest hoffe ich das. Ich werde also eine ganze Weile nichts posten aber nicht traurig sein Verstärkung naht, die euch bestimmt auf dem Laufenden halten wird! 🙂

In diesem Sinne: Viel Spass bei den zahlreichen Events in Adelboden, die hoffentlich viele Leute anziehen wird. Ich kann jeden dieser Anlässe nur wärmstens empfehlen und hoffe, dass Sie sich das nicht entgehen lassen! Besuchen Sie Adelboden so viel wie möglich und geniessen Sie die wunderbare Bergwelt und natürlich Bergluft. Wandern, Biken, Schwimmen, Trottinett fahren, Klettern, die Sonne geniessen, Party und so weiter. Haut rein! 😉