Januar-Abstinenzler = unmöglich

Dienstag, 13.1.15, ich steige in den Zug, schnappe mir ein „Blick am Abend“, den anscheinend schon vor mir jemand gelangweilt durchgeblättert hat, um ihn schlussendlich trotzdem liegen zu lassen. Und auch ich blättere durch die Seiten, ohne einem Artikel grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Als ich die wahrlich uninteressante Zeitung schliesse und gerade wieder zurück auf den leeren Sitz neben mir werfen will, weckt ein interessanter Titel, der da heisst: „Die Alk-Pause bringts“, doch meine Aufmerksamkeit.
Obwohl ich meine Motivation einen Artikel zu lesen zuerst aus dem Keller holen muss, beginne ich den kurzen Artikel durchzugehen. Anscheinend haben irgendwelche Wissenschaftler einen Selbsttest durchgeführt, der darin bestand während des Monats Januar keinen Alkohol zu konsumieren. Und erstaunlicherweise führte dieser Selbsttest zu vielen positiven Ergebnissen, also wäre es keine schlechte Idee nach den ohnehin schon anstrengenden Festtagen, natürlich auch in Sachen Alkohol, einen Monat Pause einzulegen.
Nun, ich muss zugeben, ich musste schmunzeln während ich diesen Artikel durchlas. Sie fragen sich wieso? Gehen wir nochmal an den Anfang meines Texts. Es war der Dienstag nach dem weltberühmten Weltcuprennens am „Chuenisbärgli“ in Adelboden. Ich war immer noch geschwächt vom berühmten Skifest das jedes Jahr ein feuchtfröhliches Highlight darstellt. Und wie alle Jahre ging es auch 2015 nicht anders. Noch eine Runde… Noch ein Bier… Eine Runde Shots? Natürlich! Ich denke jeder der abstreitet, dass ihm solche Nächte bekannt sind, lügt. Und am Weltcup ist es natürlich doppelt schwierig, abstinent zu bleiben. Alle sind gut drauf. Man macht neue Bekanntschaften. „Open-End“ in den Bars. Es ist einfach immer wieder ein tolles Fest, das man einmal miterlebt haben muss!
Deswegen würde ich sagen: Liebe Wissenschaftler des „New Scientist“, es tut mir sehr leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ski- und Skifestfans wohl absolut unmögliche Januar-Abstinenzler sind.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.