Du sollst nicht «kürvelen»!

Wer kennt es nicht, dieses Gefühl wenn man aufwacht, gespannt einen Blick aus dem Fenster wagt und draussen das allerschönste Wetter auf einen wartet? Ich wette jeder kennt diesen Augenblick. Wenn es dann noch der Dienstag nach der Altjahrswoche ist und man sich sicher sein kann, dass man, um auf die Pisten zu kommen, nicht mehr Zeit verbringt als schlussendlich auf der Piste selbst, hält einen nichts mehr auf.

So ging es mir heute Morgen. Sofort machte ich mich auf den Weg! Skianzug an. Entscheidung Ski oder Snowboard. Snowboard. Und ab geht’s!

Alles war wunderschön als ich auf Silleren ankam. Wie vermutet wenig Leute, was bedeutete: Freie Fahrt… mehr oder weniger. Wie sicher vielen bekannt ist, ist das Traversieren auf dem Snowboard besonders mühsam. Doch kein Problem wenn nicht viele Leute unterwegs sind. Dachte ich zumindest.

Ich fuhr also guter Dinge auf die Strecke Silleren-Geils zu. Wie könnte es anders sein: Ein Skifahrer und ein Schlittenpassagier drängten sich vor mich. Toll! Da der «Schlittler» sich vernünftig zeigte, kam ich ohne Probleme an ihm vorbei. Schnell merkte ich, dass ich auch den Skifahrer, der durchaus nicht zu schnell unterwegs war, überholen würde. Als ich zum Angriff übergehen wollte, fing dieser plötzlich an, von einem Pistenrand bis zum anderen seine Bogen zu ziehen. Die logische Schlussfolgerung: ich musste bremsen. Meine Gedanken: – «Merci vill mal!» Die Traverse ohne Probleme zu überstehen wurde zur Unmöglichkeit!

Deshalb ein gut gemeinter Rat an alle Pistenbesucher: Machen Sie sich doch selbst keine Feinde. Merken Sie sich für schmale Traversen: Du sollst nicht «kürvelen»!

 

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