Die Kunst der Verfremdung

Ach ja, die Kreativität in Adelboden. Man nehme alltägliche Materialien und stelle sie in einen unerwarteten Rahmen – et voilà: schon haben wir eine künstlerische Aussage im Dorf. Die grossen Namen sind dabei ja schon lange Programm. Aus Alteisen entstand etwa Basil Luginbühls «Feuervogel» auf Tschenten. Mit psychedelischen Farben schickte Maler Björn Zryd seine Kuhporträts in eine andere Dimension. Die zieren jetzt unter anderem das Büro von Nationalrat Albert Rösti. Es gibt aber auch die Stuhlinstallationen vor der «Alten Taverne». Es gibt die mannshohen Adler der Holzschnitzerei Trummer. Und es gibt dieses Motorrad aus Kunststoffrohren, mit dem die Marc Germann AG am Risentensträssli für ihre sanitären Installationen wirbt.

Und wo bitte ist dabei jetzt die künstlerische Aussage? Ich will es mal so sagen: Klar haben all diese Werke trotz Verfremdung noch eine Funktion – aber welche genau, das muss jeder für sich selbst herausfinden. Und genau solche Momente machen eine Gemeinde lebendig.

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