Der Lenz machts möglich

Der März, der hat was. Die Landschaft wird zwar gegensätzlicher, aber ich finde da auch viele Parallelen. Oben wachsen Iglus auf der Engstligenalp, unten spriessen Veilchen und Primeln. Oben läuft meine Nase wegen dem Fahrtwind, unten wegen der Haselblüte. Oben stäubt der Pulver, unten Stäubt der Staub. Oben wird auf der Piste Adrenalin ausgeschüttet, unten sorgen auf der Sonnenterasse Serotonin und Dopamin für Hochgefühle. Oben neigt sich der Winterschlaf des Murmelis dem Ende zu, unten setzt bei der Hauskatze schon die Frühjahrsmüdigkeit ein. Oben hängt das Eis von der Dachrinne, unten zergeht das Eis auf meiner Zunge. Oben landet die Kuhmilch im Fondue, unten sehnen sich Kühe nach dem Alpaufzug. Auf der Elsigenalp flirtet man auf dem Skilift, auf dem Thunersee auf dem Dampfschiff «Blümlisalp». Oben herrscht sowieso Weitsicht, aber auch unten werden die Fenster geputzt.

Auf und ab, hin und her, kalt oder warm: Der Lenz verändert viel im Frutigland, aber er erhöht auch die Möglichkeiten. Denn als Brücke zwischen Winter und Sommer bedient der März beide Seiten perfekt. Oben oder unten? Suchen Sie sich was aus.

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