Das Geheimnis des Adlers

Chrigel Maurer hat zum vierten Mal das Red Bull X-Alps gewonnen. Nach gut 8 Tagen kam der Gleitschirmcrack mit einem Vorsprung von über 100 Kilometern beim letzten Wendepunkt oberhalb von Monaco an (Ihr könnt euch vorstellen, dass es mich ganz schön viel Arbeitszeit gekostet hat, ihn dabei die ganze Zeit per Online-Tracking zu verfolgen). «Der hohe Druck des Rennens ist vorüber und ich bin sehr glücklich über das Resultat», sagte der gebürtige Adelbodner gegenüber den Organisatoren.

Doch warum nur ist Chrigel Maurer so gut in der Luft? Das haben sich auch die Veranstalter von Red Bull gefragt und sind zu folgendem Schluss gekommen: Erstens ist er ein Naturtalent, das schon früh mit seinem Gefühl für Schirm und Luft beeindruckte. Zweitens trainiert Chrigel unglaublich viel. Zusammen mit seinen Flügen als Testpilot verbringt er etwa 300 Stunden im Jahr in der Luft. Drittens verfügt der Oberländer über enorm viel Wettkampferfahrung – sowohl in der Schweiz als auch international. Viertens glänzt Maurer im technischen Bereich mit einer oftmals direkten, schnörkellosen Routenwahl. Fünftens kann der Paraglider überall so einfach landen, als ob er nur aus dem Bus steigen würde. Sechstens sind es die minutiösen Vorbereitungen im Team, die ihn auf alle Eventualitäten im Wettkampf vorbereiten.

Siebtens schliesslich – dieser letzte Punkt stammt von mir – gehört Chrigel Maurer wohl einfach zu denen, die erst dann am besten sind, wenn die Luft dünn wird.

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