Blau-weiss herrscht

«Top Pisten!» – «Herzlichen Dank!» – «Danke, Frau Holle!» – «Jaaa hoffentlich ganz viel Schnee!» – «Merci viel mal für eui Büez!» – «Das isch ifach dr Hammer! … Sibäsiechä!» Diese kleine Auswahl aus den Social-Media-Kommentaren der letzten Tage zeigt, wie sehr die weisse Adelbodner Pracht die Gemüter bewegt. Gerühmt werden hier einerseits die fleissigen Heinzelmännchen, die trotz widriger Verhältnisse Ende 2016 gute Pistenverhältnisse schufen. In den Reaktionen zeigt sich aber auch die Erleichterung, dass im neuen Jahr endlich wieder Naturschnee gefallen ist.

Nun dominieren also blauer Himmel und weisse Berge die Szenerie. Die Verteilung dieser beiden Farben kann dabei nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn Blau oben und Weiss unten sieht nicht nur gut aus, es fungiert auch als Gütesiegel der Region: Wasser und Luft sind ja eigentlich durchsichtig, und nur bei idealen Bedingungen verfärben sie sich genau so. Je luftiger und frischer der Schnee, desto weisser wirkt er. Je sauberer und klarer der Himmel, desto blauer leuchtet er. Umgekehrt können verdichtete, vereiste Pisten schon fast blau erscheinen, und der dunstige Himmel trübt sich schnell einmal weisslich ein. Bäh. Dann doch lieber umgekehrt.

Für all diese Phänomene verantwortlich sind übrigens Reflexion und Streuung des Lichts. Aber ich will keinen der Schneehungrigen länger mit Physik langweilen. Worauf ich hinaus will: Blau oben und Weiss unten ist nicht selbstverständlich. Danke, Frau Holle, machst Du die Ausnahme endlich zur Regel.

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