Anzeichen für den Saisonstart

Woran erkennt man, dass in Adelboden die Saison wieder gestartet hat? Nun es gibt verschiedene Anzeichen dafür.

Schnee liegt.

Soziale Medien werden überhäuft mit Skibildern.

Die Gondeln bewegen sich.

Skiständer vor den Bars und Geschäften.

Skis und Snowboards sind an die Skiständer vor den Bars und Geschäften angelehnt (je nach Tageszeit).

Mehr Leute unterwegs zu Tag- und Nachtzeiten.

Volle Parkplätze.

Stau! Von Frutigen bis Reichenbach ein Auto nach dem andern. Von der Gegenfahrbahn her gesehen ein prächtiges Lichterspektakel.

In diesem Sinne wünsche ich allen Tagesbesuchern für die Saison: Viel Geduld und natürlich eine tolle Saison auf den Brettern!

 

 

 

 


 

 

 

Hören Sie auf die Zapfen!

Minus 1, minus 4, minus 6 – wenn ich die Adelbodner Wetterprognose der nächsten Tage betrachte, weiss ich: Nun ist wieder die Zeit der Eiszapfen gekommen. Diese transparenten Schönheiten verzieren nicht nur Felswände und Dachrinnen, sondern geben auch wertvolle Hinweise für unseren Arbeitsalltag. Das mag jetzt ein wenig gesucht klingen, doch es stimmt: Gerade wer in seinem Job momentan schwierige Projekte wälzt, kann sich die kühlen Gesellen zum Vorbild nehmen:

Erstens besteht jeder Eiszapfen zu Beginn aus einem einzigen Tropfen. Es braucht also nur einen winzigen Anhaltspunkt, der auskristallisiert. Einmal festgesetzt, kann der Mini-Zapfen weiter wachsen. Übersetzt in die Arbeitssprache hiesse das: Das grosse Ziel im Auge behalten ist gut, doch es sind viele kleine Schritte, die dorthin führen. Dass junge Eiszapfen oft noch eine unattraktive Kegelform und viele Blasen aufweisen, sollte uns dabei nicht stören. Kinderkrankheiten sind unvermeidlich im Wachstumsprozess.

Zweitens benötigen Eiszapfen sowohl Schmelzwasser wie auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, um zu gedeihen. Es braucht also das kreative Spiel der Extreme, um grosse Resultate zu erzielen. Wer nur eine Seite berücksichtigt, riskiert Stillstand (kein neues Schmelzwasser) oder macht Rückschritte (Eis schmilzt wieder weg).

Drittens wachsen Eizapfen in der Länge zehnmal schneller als in der Breite. Es ist also ratsam, einem Projekt viel Raum zu lassen – aber man muss auch wissen, in welcher Richtung. Wer Kapazitäten schafft, wo sie nicht gebraucht werden, verschwendet seine Ressourcen.

Viertens hängt bei einem Eiszapfen ganz unten das, womit alles angefangen hat: ein einzelner Wassertropfen. Man sollte somit nicht nur stets den Ausgangspunkt im Auge behalten, sondern auch dessen mögliche Konsequenzen: Wird das Projekt zu schwerfällig, bricht der gesamte Eiszapfen ab.

Fünftens ist jeder Eiszapfen zum Schmelzen verurteilt. Es gilt, nach Beendigung des Werks loslassen zu können. Und genau das mache ich jetzt.

Phönix aus dem Schnee

Ich habe in diesem Blog weiss Gott schon einige Winter-Revivals beschrieben: Die Rückkehr des Snowboards, des Skigibels, des Holzskis, des Müssiggangs im Schnee usw. Vielleicht hat die schiere Masse dieser Appelle gefruchtet. Was weiss ich. Jedenfalls scheint 2017 auch ausserhalb meiner Post-Reichweite die Saison der grossen Comebacks zu sein:

So kehrt im Skigebiet Elsigen-Metsch der unbequeme und daher vom Aussterben bedrohte Skibügel in neuer Form zurück: Dank breiter, bequemer Sitzflächen könnte sich dieses Transportmittel wieder im Alpenraum ausbreiten. Einfach ohne blaue Flecken.

Auch Olympia-Sieger Mike Schmid verkündete rund zwei Jahre nach seinem Rücktritt sein Comeback im Skicross-Geschäft – allerdings nicht als Fahrer, sondern als Swiss-Ski-Trainer. «Nun kann ich wieder das machen, was ich als Sportler am besten konnte», beschreibt der gebürtige Frutiger seinen Einstand im Magazin «SnowActive». Wie heisst das Sprichwort: Skier, bleib bei deinen Latten? Einfach ohne blaue Flecken.

Ach ja, und dann feiert demnächst sogar der Schnee selbst sein Revival. Auf der Tschentenalp sollen nächstes Jahr dank Snowfarming zwei Trainingspisten eingerichtet werden – mit eingelagertem Schnee vom Vorwinter. Da können wir nur hoffen, dass der Schnee-Jahrgang 2017 ein guter sein wird. Denn der wird in einem Jahr aus dem Tschenten-Keller bzw. -Hügel zur Verkostung geholt. Hoffentlich mehr als weisse Flecken.

Der Nachwuchs führt das Hotel

Es gibt eine sportliche Zwischensaison, begleitet vom Übergang von Schuhen und Rädern zu Kufen und Kanten. Und dann gibt es gleichzeitig eine schulische Zwischensaison. Bei Letzterer geht es um den Wechsel vom Klassenzimmer in die Arbeitswelt. Es ist eine wichtige Phase, geprägt von mutigen Entscheidungen und ersten Erfahrungen der Jugend.

Hierfür braucht es es allerdings Lehrbetriebe, die Einblick in ihre Geschäftspraxis ermöglichen. Letzte Woche fand so etwa an der Waren- und Gewerbeausstellung Spiez bereits ein Ausbildungsabend für 8-Klässler statt. Diese Woche folgt nun ein Adelbodner Pilotprojekt: Unter dem Motto «Wir führen ein Hotel» übergibt das Familienhotel Alpina das Zepter an OberstufenschülerInnen. Die Jugendlichen aus Grosshöchststetten werden dabei in verschiedene Hotel-Bereiche eingearbeitet, sodass sie in Adelboden gegen Ende der Woche richtige Gäste empfangen können – nämlich ihre Eltern.

Dieses Förder-Projekt in Kooperation mit dem Hotelier-Verein Berner Oberland und hotelleriesuisse hat Zukunft, und das aus mehreren Gründen. Erstens ist es für die Jung-Hoteliers ein spielerischer Weg, um mit verschiedenen Berufssparten in Kontakt zu kommen. Zweitens wird der Rollenwechsel mit einem Ortswechsel verbunden, was dem Ganzen Urlaubsflair verleiht. Drittens profitiert so auch der Gastgeberort Adelboden vom Besuch. Und zu guter Letzt kommen nach dieser Woche auch die Eltern auf ihre Kosten: Falls das liebe Kind noch länger im «Hotel Mama» bleibt, kann es dieses fortan wenigstens selbstständig führen.

Karbon statt Kondition?

Samstagmorgen. Bestes Herbstwetter. Wir sehen die Wanderscharen auf der Dorfstrasse vorbeiziehen. Doch statt zu Fuss entscheiden wir uns, die Adelbodner Berglandschaft auf zwei Rädern zu erkunden. Mit elektrischer Unterstützung.

Zugegeben, wir waren sehr skeptisch. Mountainbikes mit Motor, also so genannte E-Mountainbikes? Braucht es das?

Jeder von uns hat schon viel über E-bikes gehört: „Warmdüschelergerät“, „ich brauche das nicht, denn ich will noch etwas für meine Kondition tun“, „nur was für Unsportliche“. Doch wir liessen uns auf das Experiment ein und durfen einen Tag lang Thömus E-Moutainbikes bei BikeEmotion in Adelboden testen.

Thömus ist die Kult-Velomanufaktur aus dem bernischen Niederscherli welche in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern eine neue Bikestation im Vorschwand eröffnet hat. Die E-Bikes, sogenannte Lightrider E1 haben einen leistungsstarken Motor von Shimano und besitzen weltweit (noch) einzigartige Einstellungen betreffend die Unterstützungsstufen. Das Fahrrad war zu unserer Überraschung auch sehr leicht: mit 18 Kilogramm und einem Vollkarbon-Rahmen das weltweit leichtestes E-Mountainbike.

Ausgestattet mit vielen Zahlen und Fakten und einer kompetenten Einführung gingen bzw. fuhren wir los Richtung Sillerenbühl.

„Äs würd stotzig“

Kaum auf der Strasse verliessen wir diese schon bald und nahmen den Wanderweg Aebi-Silleren unter die Räder – steil wurde es, doch „Challenge accepted“ mit unseren Lightrider zwar noch technisch anspruchsvoll doch gut zu schaffen. Vom Sillerenbühl ging es weiter aufs Hahnenmoos wo uns eine wohlverdiente Rast erwartete. Spannend war zu merken, dass Thömus Lightrider E1 auffallen: wird wurden auf dem Weg einige Male auf die E-Bikes, unsere Geschwindigkeit aber auch technische Daten angesprochen.

„Vom Rägäpöli ids Bütschi“

Etwas Heimatkunde vorweg: Via Hahnenmoos ging es Richtung Fitzer, vorbei am Rägäpöli (nicht unserem Blogger sondern einer markanten Erhebung in Adelboden) ins Bütschi. Dort entschieden wir uns spontan über den Tronegggrat und das Chuenisbärgli nach Adelboden zurückzufahren.

 

Wie in der Ausschreibung versprochen, sorgen die Lightrider E1 für ein völlig neues Fahrgefühl. Dank seinen 3 Stufen (eco, trail und boost) kann die elektrische Unterstützung individuell gewählt werden und passt sich jeweils an die Trittfrequenz des Fahrenden an. Wir waren sehr positiv überrascht, wie leicht es war, steilere Passagen, technisch anspruchvolles Gelände und Geländeübergänge zu meistern und vor allem war es ein tolles Erlebnis, da man mit den E-Bikes eine viel weitere Strecke zurücklegen kann. Wir erkundeten innerhalb von 4 Stunden ganz Adelboden.

Lightrider E1 – viel Fahrgefühl, Abwechslung und ein Erlebnis für alle – wir waren begeistert und kommen bestimmt wieder!

 

*Der Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Bike Motion entstanden.