Mehr Experten braucht die Ski-Welt

Während ich diese Zeilen schreibe, haben die Spezialisten der FIS gerade die Schneeverhältnisse am Chuenisbärgli kontrolliert: Grünes Licht für den Weltcup lautet das Urteil. Also erhöht sich nicht nur die Vorfreude auf den Jahreswechsel, sondern auch auf Slalom und Riesenslalom. Doch wie beurteilen die Skifahrer selbst die Strecke? Das Weltcup-Team hat dazu bereits diverse Cracks im Vorfeld interviewen lassen – hier einige Auszüge:

«Man muss schauen, dass man Tempo mitnehmen kann», beurteilt etwa Carlo Janka den Start. Der Mittelteil dagegen «hängt in Fahrtrichtung rechts weg (…). Das verlangt eine saubere Fahrweise.» Dem schliesst sich Altmeister Bernhard Russi an: «Wenn du Linkskurven nicht beherrschst, hast du in Adelboden keine Chance.» Und was ist mit dem berühmt-berüchtigten Zielabschnitt? «Das ist das grosse Tüpfelchen auf dem i», schwärmt wiederum Janka. «Das macht es zu einer unglaublichen Sache», stimmt dann noch der Berner Slalom-Crack Luca Aerni ein.

Neben FIS und Ski-Elite gibt es aber noch eine dritte «Expertengruppe», welche die Weltcup-Originalstrecke aus eigener Erfahrung kennt: Die Laien. Wir alle. Auch wenn der Skizirkus nur kurz Halt macht im Lohnerdorf, bleiben ein Starthäuschen, Lichtsensoren und Kameras nämlich während der restlichen Saison vor Ort. Beim Weltcup Skimovie bekommen so auch Amateure Gelegenheit, sich dort in voller Fahrt filmen zu lassen, wo zuvor ein Marcel Hirscher seine Spuren hinterlassen hat. Die Tipps der Profis sollten sich die Rookies trotzdem zu Herzen nehmen – schliesslich findet das aufgezeichnete Video sicher viele Zuschauer (wenn vielleicht auch nicht gerade 40000).

Das Vogellisi ist nun auch an der Dorfstrasse prominent vertreten

Neues Leben an der Dorfstrasse und die Vogellisi-Palette wird um einen Namensträger reicher: Nach dem Skifahren einen wohlverdienten Schlummertrunk bestellen, sich mit Freunden zum Klatsch und Trasch verabreden oder nur ganz einfach so: in der neuen Vogellisi Mountain Bar an der Dorfstrasse ist alles möglich! In modernem Ambiente, geniesst man nebst Bekanntem auch einige fancy Drinks in Kristallgläsern und auserlesene Biere, sowie leckere Snacks. Dabei sind nicht nur die Brille der Geschäftsführerin Anke, oder das Aquarium hinter der Bartheke ein Hingucker…aber überzeugt euch selbst: die Vogellisi Mountain Bar, wo Berge und Moderne sich vereinen!

Countdown unterm Tannenbaum

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Und ich neige zu einem besinnlichen Rückblick. Dabei begegnet mir wieder der Adventskalender, den der Vogellisi-Blog vor genau einem Jahr führte – eine Co-Produktion der verschiedenen Autoren. Ich selbst sinnierte über internationale Weihnachtslieder, Adventskränze aus dem Berner Oberland und Glockengeläut. Und diesmal?

Auf den ersten Blick fehlt der feierliche Countdown zum Fest 2016. Aber nur auf den ersten. Im Lohnerdorf ist die Tradition nämlich trotzdem allgegenwärtig. Schliesslich werden hier während der Weihnachtszeit täglich ganz reale Adventsfenster geöffnet. Der jeweilige Gastgeber lädt Besucher dabei sogar in seine gute Stube ein. Das konnte der Vogellisi-Blog damals beim besten Willen nicht leisten (dafür sind wir einfach etwas zu digital).

Mal abgesehen von der heiligen Nacht wird in der Region sowieso gerade gerne rückwärts gezählt: Der Jahreswechsel steht vor der Türe, und auf der Weltcup-Webseite läuft der Countdown ebenfalls (am Dienstagnachmittag waren’s noch 17 Tage, 18 Stunden, 53 Minuten und 47 Sekunden bis zu den Rennen). Auch die Destinationsverdichtung von Adelboden, Lenk und Kandersteg schreitet weiter voran – bis zum operativen Start der neuen Tourismusorganisation muss man allerdings eher in Monaten denken. Doch es tickt, und das zählt.

Aber kehren wir zum Schluss noch einmal zum Original-Ticker zurück – zum Adventskalender: Hinter jedem Türchen steckt ja ein Geschenk. Und am Wochenende, pünktlich zu Weihnachten, könnte sich dahinter sogar ein Präsent verstecken, das sie alle verbindet, Gäste, Einheimische, Sportler, Gastronomen, Familien und Freunde: Schnee. Lassen wir uns überraschen.

Die Wüste lebt im Engstligtal

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ja nicht gerade für ihre Schneesicherheit bekannt. Das mag eine Erklärung sein, warum immer mehr Touristen aus den Golfstaaten im Berner Oberland anzutreffen sind. So weit, so gut. Nun soll aber vor Dubais Küste ein Ferienresort entstehen, zu dem auch eine Schweizer Motto-Insel gehört. Mit Schnee, Fondue, Alpine-Spa und Volksfesten bei 40 Grad im Schatten. Manche werden jetzt sagen: Kein Grund zur Sorge. Diese schnöde Imitation wird sowieso nie ans Original heranreichen.

Aber Vorsorgen ist besser, sagen andere: Wenn die Scheichs schon die Schweiz kopieren, imitieren wir eben auch die Emirate. Das können wir schon lange. Nur mit einem Halal-Frühstück im Berghotel ist es dann künftig allerdings nicht mehr getan. Einige raten vielleicht sogar dazu, den Sahara-Staub, den der Föhn bringt, zu künstlichen Dünen aufzuschütten, statt Villiger-Stumpen  vermehrt Shisha am Skilift zu rauchen und einige Schlitten von Kamelen gen Berg ziehen zu lassen.

Wer jetzt einwendet, dass Stammgäste hier aber keine Exotik wünschen, sondern alpine Authentizität, hat vermutlich recht. Ausserdem wirkt unsere Ursprünglichkeit ja gerade exotisch für Gäste aus dem Orient. Halten wir es also echt und einfach. Oder wollten Sie auf ihrer Arabienreise unbedingt die Schweizer Insel vor Dubai besuchen? Ich jedenfalls nicht.

Vogellisichopf vam Christmanet: Simon Gempeler alias Gempi

Alles begann 1999, als Simon Gempeler damals von Björn Inniger gefragt wird, ob er wohl das Schülercurlingturnier spielen möchte. Nach der Zusage packte Gempi (so der Spitzname) das Curling Fieber. Doch was in Kinderschuhen startete, besteht bis heute!
Das ist mittlerweile 17 Jahre her und immer noch ist Gempi der Randsportart Curling treu. Heute tourt er mit seinem Team Adelboden durch die Welt(China, Kanada, Schottland usw.) und nimmt an der verschiedensten Tournieren teil. Sie messen sich mit den Besten der Besten (dies mit Erfolg!) und gehören zu den besten Schweizer Elite Teams.
Obwohl seine Mitspieler (Marc Pfister, Enrico Pfister und Raphael Märki) alle samt nicht von Adelboden kommen, spielen Sie für den Curling Club Adelboden. Gempi schätzt, dass man im CC Adelboden stets kameradschaftlich miteinander umgeht und dass der ganze Club hinter seinem Team steht und es unterstützt.

team-adelboden

Simon (beinahe geht sein richtiger Name vergessen) ist gelernter Informatiker und arbeitet heute in dieser Funktion fürs Licht- und Wasserwerk in Adelboden. Jedoch in einem eingeschränkten Pensum, da er während der Saison nicht allzu oft im Lohnerdorf anzutreffen ist.

In den letzten 17 Jahren konnte Gempi einige Erfolge verbuchen:

2013                      Europameister
2013 & 2016        Schweizermeister
2014                      8. Rang Olympische Spiele in Sochi
2014                      EM Bronze

Und weitere sollen dazu kommen. Das nächste grosse Ziel des Teams sind die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea und im gleichen Jahr die Weltmeisterschaft in Las Vegas. Für die gesetzten Ziele drücken wir dem Team Adelboden alle Daumen!

Natürlich habe ich Gempi auch einige Fragen zu seiner Heimat gestellt:

Welcher ist dein Lieblingsort in Adelboden und warum?

Rägepöli. Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf das ganze Tal. Dies ist mein persönlicher Ort der Ruhe und Kraft, an dem ich mich im Sommer und Herbst gerne aufhalte.

Was bedeutet Adelboden für dich in 3 Worten?

Heimat, Verbundenheit, Bergwelt

Sommer oder Winter?

Winter

WC Bar oder Berna?

WC Bar

Bärgrächnig oder Märit?

Märit

Lohner oder Strubel?

Lohner

Schlitteln oder Skigiblen?

Schlitteln

Ski oder Snowboard?

Ski

Alle weiteren Infos zum Team Adelboden findest Du auf ihrer Webseite www.teamadelboden.ch und auf Facebook wirst Du von ihnen ebenfalls auf dem neuesten Stand gehalten (Curling Team Adelboden Veriset).

Wer weiss, vielleicht packt ja auch Dich das Curling Fieber! 🙂