“Die Adelbodner sind leichtsinnig und nicht besonders arbeitsam!“

Heute etwas zum Schmunzeln: Neulich erzählte mir eine Kollegin von einem Kartenspiel, welches sie auf der Arbeit kennengelernt hat.

Einige Karten, mit Facts zu Schweizer Gemeinden. Das Ziel: Die Datierung, sprich die Jahrzahl der Geschehnisse erraten.

Wie es der Zufall will, stand auf ihrer Karte Folgendes:

“Die Berner Baudirektion verweigert den Bau einer Strasse nach Adelboden. Die Adelbodener seien “leichtsinnig und “nicht besonders arbeitsam” “.

Erratest du die Jahrzahl dieser Geschehnisse? Ich habe es nicht geschafft, die Lösung: Achtzehnhundertzweiundfünfzig.

Interessant dabei: Die Adelbodner liessen diese Unterstellung wohl nicht auf sich sitzen, den ab den 1870er- Jahren kam ein neuer Wirtschaftszweig und mit ihm vor allem Arbeit ins Tal: Der Tourismus. Das rasante Wachstum und auch die (noch heute) grosse Bekanntheit sprechen für sich…

 

Folge dem Licht!

Als ich kürzlich mit zwei Kollegen abends in Frutigen unterwegs war, stellte ich dreierlei fest: Erstens ist es schon so dunkel, dass man sich an den wenigen, hellen Punkten am Horizont orientieren muss. Das kann ein Himmelskörper sein oder auch die hochgelegene Station einer Bergbahn. Zweitens ist es schon so kalt, dass die Kühe und Esel im Stall sind und sich dort um die Futterkrippe drängen. Drittens haben in nächster Zeit einige Kinder in meiner Verwandtschaft Geburtstag, denen sollte ich wohl noch ein Geschenk besorgen.

Hm. Fassen wir noch einmal zusammen: Drei Typen irren nachts umher, lassen sich von Sternen leiten und haben nichts als Geburtstagsgeschenke für Kinder im Kopf? Das erinnert mich irgendwie an eine andere, alte Geschichte, die man sich bald wieder erzählen wird. Ihr wisst schon. Advent. Drei Könige und so. Aber keine Angst, ich reite jetzt nicht darauf herum. Die Frage ist nur, ob ich mir bei denen vielleicht noch was abgucken könnte. Blaublütler werden? Adelstitel kann man mittlerweile ja kaufen, aber das lasse ich doch lieber sein. Meinen kleinen Nichten Myrrhe und Weihrauch schenken? Kommt wohl auch nicht so gut an.

Aber dem Licht in der Dunkelheit folgen, das ist und bleibt ein guter Plan. Da lohnt es sich, die drei Könige zu imitieren. Hinter dem nächsten, hell erleuchteten Fenster wird demnächst wohl eine erste Kerze an der Wärme angezündet, dieses Ziel kann so verkehrt also nicht sein. Und wer das Licht weiter oben am Horizont anpeilt, landet vielleicht auf Silleren oder Elsigen. Auch gut – dieses Wochenende werden dort ja schliesslich die ersten Pisten eröffnet.

Geschenkideen vom Vogellisi…

Liebe BlogleserInnen, jetzt seid wieder ihr gefragt: Nach einem langen und warmen Herbst soll in den nächsten Tagen nun der langersehnte Schnee fallen, die Advents- und Weihnachtszeit naht bald, in fünf Wochen steht bereits Weihnachten vor der Türe. Mit der besinnlichsten Zeit des Jahres kommt aber oft der Päcklistress.

Deshalb will der Vogellisiblog dir die Päcklisuche mit einer Vogellisi-Geschenkideenliste etwas vereinfachen.

Und nun kommst du ins Spiel: Was bringst du jemandem aus Adelboden mit? Was schenkt man als Einheimischer einem Einheimischen? In welchen Geschäften verstecken sich die kreativsten und originellsten Geschenke? Wo kauft der Adelbodner in Adelboden ein? Und was muss unbedingt auf unsere Liste? Die Zielgruppe der / des Beschenken spielt dabei keine Rolle.

Wenn auch du eine Geschenkidee aus Adelboden hast, die unbedingt auf unsere Vogellisi-Liste soll, dann schreibe uns auf unserer Website, teile uns deine Ideen auf Facebook in einem Kommentar mit, oder schreib uns eine Privatnachricht.

Über viele kreative Ideen würden wir uns freuen…der Countdown bis Dezember läuft!

November Blue(s)

„Winter wo bleibst du?“, hört man momentan überall. Der November wird im Adelboden- Tütsch als „Wintermanet“ bezeichnet. Dieses Jahr aber, macht er seinem eigentlichen Namen gar keine Ehre. Bestes Herbst- und Wanderwetter, milde Temperaturen und Sonnenschein pur!

Für einmal macht nicht der „November Blues“ die Runde, sondern der Himmel erstrahlt in kräftigstem November „Blue“. Und weil es so gut tut, einige Impressionen von Adelboden im goldigen Novembergewand:

 

 

Übrigens: markiert uns auf Instagram in euren schönsten Novemberfotos von Adelboden @vogellisiblog!

Mit ihm macht Kaviar Spass

Er hat im «Nebelspalter» Cartoons veröffentlicht. Er hat Kinderbücher geschrieben. Er hat einen Berner Verlag samt Druckerei geleitet. Er hat die Kindersendung «Spielhaus» im Schweizer Fernsehen moderiert. Er hat Teppiche, Skulpturen, Plakate, Uhren und Briefmarken gestaltet. Er hat ein eigenes Restaurant und ein sogar eigenes Museum.

Haben Sie ihn wiedererkannt? Das waren einige der wichtigsten Lebenswerke des Künstlers Ted Scapa. Er wurde dafür mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Und seit einem Monat hat er nun sogar einen eigenen Kaviar: Scapa gestaltete nämlich die 2. Edition «CaviArt» im Tropenhaus Frutigen. «Bei früheren Aufenthalten in Russland und im Iran bin ich erstmals mit Kaviar in Berührung gekommen. Da wurde der Kaviar mit Suppenlöffeln serviert», wurde Scapa in einer Tropenhaus-Medienmitteilung dazu treffend zitiert. Die aktuelle Fischei-Kunst hat allerdings ihren Preis: Eine 125-Gramm-Dose schlägt mit schlappen 385 Franken zu Buche. Da müsste ich dann doch noch einige Posts mehr bloggen, bis ich mir den wieder mal gönnen würde.

Gut, Sie müssen zum Glück kein Kaviarliebhaber sein, um dem Künstler auch sonst näher zu kommen. Am nächsten Wochenende wird er im Rahmen des Wintermärits nämlich sowieso erneut im Tropenhaus Frutigen weilen. Sein Workshop heisst «Spass mit Ted Scapa». Vielleicht lässt er einen ja dabei zum Spass auch von seinem Kaviar naschen. Lecker ist der halt schon.